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Rheinstetten/Rüsselsheim: Dreiste Diebe erbeuten zehntausende Corona-Schnelltests und FFP2-Masken

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Von: Peter Kiefer

Die Corona-Fallzahlen in Niedersachsen stiegen weiter an: Am Freitag (16.04.2021) meldet das RKI 1858 Neuinfektionen. (Symbolbild)
Im südhessischen Rüsselsheim sind 15.000 Schnelltests geklaut worden. (Symbolbild) © Christian Ohde/Imago

Rheinstetten/Rüsselsheim - Gleich zwei Corona-bedingte Coups halten die Polizei auf Trab. Es geht um das Verschwinden von zehntausenden Schnelltests und FFP2-Masken. Die Fälle:

Zwei krasse Fälle von Diebstahl und Unterschlagung von Artikeln zur Bekämpfung des Coronavirus beschäftigen Polizei und Staatsanwaltschaften in der Region: Der Fahrer (24) eines Transportunternehmens, der am Dienstag (27. April) eine Ladung mit Corona-Schnelltests vom Flughafen Frankfurt-Hahn nach Rheinstetten transportieren sollte, steht im dringenden Verdacht, auf dem Transportweg Corona-Schnelltests im Wert von über 60.000 Euro entnommen zu haben. Wie Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, soll der Mann die Schnelltests an einen noch unbekannten Tatgenossen übergeben haben.

Ein 39-Jähriger wurde unter dringendem Verdacht des Totschlags in Mannheim festgenommen. (Symbolfoto)
Der 24-jährige Transporter-Fahrer wurde in Rheinstetten festgenommen. (Symbolfoto) © Hero - stock.adobe.com

Ein aufmerksamer Zeuge hat am Dienstagnachmittag beim Entladen des Transporters bei einer Rheinstettener Firma bemerkt, dass die Kartons mit den Corona-Schnelltests ein unterschiedliches Gewicht aufweisen. Und siehe da: Bei einer Überprüfung stellte sich schließlich heraus, dass zahlreiche Kartons nur noch zu etwa einem Drittel befüllt waren. Der Transportfahrer, ein 24-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt, der daraufhin direkt Haftbefehl erlassen hat.

Rüsselsheim: Einbrecher erbeuten 15.000 Schnelltests und Kisten mit FFP2-Masken

Bei einem weiteren Fall ermittelt das Polizeipräsidium Südhessen: Dabei sind die Räume einer Rüsselsheimer Firma in der Eisenstraße in der Nacht auf Donnerstag (29. April) ins Visier von Kriminellen geraten.

Die Unbekannten verschafften sich durch rabiates Aufhebeln einer Tür zunächst Zugang zu den Räumlichkeiten des Betriebs und haben dort anschließend rund 15.000 Covid-19 Schnelltests, zwei größere Kisten mit FFP2-Masken sowie mehrere Flaschen Cannabidiol-Öl (CBD) gestohlen. Die Ermittler schätzen den Schaden auf mehrere Zehntausend Euro.

Corona-Schutz: Ein Hartz-IV-Empfänger wollte seine Kosten für FFP-2-Masken beim Amt geltend machen. Jetzt hat das Landessozialgericht Stuttgart ein Urteil gefällt (Symbolbild).
Außer 15.000 Corona-Schnelltests wurden in Rüsselsheim auch zwei große Kisten voller FFP2-Masken gestohlen. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142/6960 bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim (Kommissariat 21/22) zu melden. (pol/pek)

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