Am See Horlache

Spaziergänger finden Baby im Gebüsch: Diese Fotos sollen zu Eltern führen

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Diese Gegenstände hat das Baby aus Rüsselsheim bei sich getragen. 

Rüsselsheim - Spaziergänger finden am See Horlache ein Baby. Der Säugling ist nur in ein Handtuch gewickelt und wurde wohl von seiner Mutter ausgesetzt! Mit Bildern werden die Eltern gesucht.

  • Spaziergänger finden ausgesetztes Baby am See in Rüsselsheim.
  • Polizei vermutet, dass der kleine Junge von seiner Mutter ausgesetzt wurde. 
  • Von den Eltern des Babys fehlt bislang jede Spur.
  • Polizei nennt Gegenstände, die Baby bei sich hat.

Update vom 21. Januar: Im Fall des in Rüsselsheim ausgesetzten Babys geben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei neue Details bekannt und wenden sich mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit. Dabei veröffentlichen sie Bilder von Gegenständen, die der kleine Junge am Fundort am See Horlache an sich getragen hat. 

Es handelt sich um eine Decke/Handtuch mit der Aufschrift „Turkmenistan Ashgabad“, ein türkisfarbenes Damenshirt und ein Armband mit einem roten Kreuz. Wer Hinweise zu den Gegenständen oder zu einer werdenden Mutter hat, zu der nun das Kind fehlt, soll sich beim Kriminalkommissariat 10 in Rüsselsheim unter ☎ 06142/696-449 melden.

Rüsselsheim: Baby ausgesetzt – Eltern droht Haftstrafe 

Update um 14:20 Uhr: „Wir sind auf Hinweise angewiesen. Die Hinweise, die uns in der Sache weiterbringen, sind eher noch mau“, erklärt ein Sprecher der Polizei. Allerdings hätten sich schon viele Leute gemeldet, die das Baby aus Rüsselsheim adoptieren möchten. Die Paare kämen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich. 

Die Ermittler suchen nun nach den Eltern und zwar wegen Aussetzung nach Paragraf 221 Strafgesetzbuch. Darauf steht eine Haftstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren! Nach Informationen der dpa gebe es in der unmittelbaren Umgebung von Rüsselsheim im Kreis Groß-Gerau keine Babyklappe – die nächste befinde sich in Mainz.

Rüsselsheim: Baby ausgesetzt – es befindet sich derzeit im Krankenhaus

Update vom 20. Januar: Auch zwei Tage nach dem Fund eines ausgesetzten Babys in Rüsselsheim gibt es nach Angaben der Polizei noch keine Spur zu den Eltern. Es gebe aber Befragungen im Umfeld des Fundortes am See Horlache. Dem Jungen gehe es den Umständen entsprechend gut und er liege derzeit noch in einer Klinik. 

Falls die Eltern des Säuglings in Rüsselsheim nicht gefunden werden, werde sich das Jugendamt in den Fall einschalten. Der kleine Junge würde dann wohl zunächst in einer Pflegefamilie untergebracht werden, die den Behörden bekannt ist. 

In der Gemeinde Billigheim ereignet sich in der Dienstagnacht ein grausamer Vorfall: Ein Ehemann tötet seine schwerkranke Frau (†82). Die Kripo übernimmt die Ermittlungen.

Im Landkreis Heilbronn ereignet sich Ende Januar das nächste Familiendrama: Ein Junge (†15) stirbt auf einem Bauernhof bei Güglingen, sein Vater und Bruder sind schwer verletzt.

Rüsselsheim: Keine Spur zu den Eltern

Update um 15:20 Uhr: Wie ein Sprecher der Polizei Rüsselsheim mitteilt, seien bislang noch wenige Hinweise eingegangen. Allerdings hätten sich schon mehrere Paare gemeldet, die das ausgesetzte Baby „sofort und liebend gerne“ aufnehmen würden. Auch Windelspenden seien bereits angeboten worden. 

Rüsselsheim: Spaziergänger finden Baby in Busch

Erstmeldung vom 18. Januar, 10:30 Uhr: Ein paar Menschen machen am Freitagabend (17. Januar) einen Spaziergang durch die hessische Stadt Rüsselsheim. Im Stadtteil Haßloch hören sie gegen 20 Uhr ein seltsames Geräusch – das Schreien eines Babys. Die Spaziergänger folgen dem Geschrei bis in den Bereich der Liebigstraße, wo sie an einem Fußweg des Sees Horlache die Ursache finden. Dort liegt ein Baby in einem Gebüsch, das nur in ein Handtuch gewickelt ist! Sofort wird die Polizei alarmiert, die den neugeborenen Säugling in ihre Obhut nimmt und in ein Krankenhaus bringt. 

Rüsselsheim: Baby an See ausgesetzt – Zustand stabil

Der kleine Junge hat an diesem Abend Glück im Unglück. Denn wenn die Spaziergänger aus Rüsselsheim ihn nicht zufällig gefunden hätten, wäre er wohl bei den winterlichen Temperaturen und nur in ein Handtuch gewickelt erfroren! „Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt“, sagt ein Sprecher der Polizei. Durch den Zufallsfund ist das Baby aber wohlauf und derzeit stabil. 

Der Fall aus Rüsselsheim erinnert an ein schlimmes Verbrechen aus Mannheim. Dort entdeckte im Januar 2018 ein Spaziergänger eine Babyleiche im Pfingstbergweiher. Im Anschluss wurde die Mutter mit allen Mitteln gesucht – aber ohne Erfolg.

Rüsselsheim: Baby an See ausgesetzt – Polizei sucht Mutter

Da sich bisher weder die Mutter noch andere Verwandte des Babys bei der Polizei in Rüsselsheim gemeldet haben, gehen die Beamten vom Schlimmsten aus – der Junge ist wohl ausgesetzt worden.

Die Polizei sucht nun nach Hinweisen zur Identität des Säuglings und dessen Mutter. Falls Du an diesem Tag in der Zeit von 16 bis 20 Uhr eine Beobachtung im Bereich des Fundorts in Rüsselsheim gemacht hast, melde Dich bei der Polizei unter ☎ 061426960.

pol/dh

Quelle: Mannheim24

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