Leiche mit Plastikfolie verpackt und in Altrhein versenkt

„Supertalent“-Star Alla K. (†33) tot: Saß Ex-Freund 5 Monate unschuldig im Gefängnis?

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Am Samstag (18. Mai) wird die Leiche der Artistin Alla K. am Rhein in Rust gefunden.

Rust/Mannheim - 2017 war Artistin Alla K. mit ihren einzigartigen Künsten im Palazzo zu bestaunen, nun ist die 33-Jährige tot. Der Hauptverdächtige Ex-Freund ist wieder frei:

  • Palazzo-Künstlerin Alla K. wurde seit Ende April vermisst.
  • Am Samstag (18. Mai) wurde ihre Leiche am Rheinufer bei Rust gefunden.
  • Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus – Hauptverdächtiger ist ein Mann aus dem Umfeld der 33-Jährigen.
  • Die Ermittler sind sich sicher: Der Fundort der Leiche war nicht der Tatort!
  • Ex-Freund wieder auf freiem Fuß

Update vom 15. Oktober: Reydi A., Ex-Freund von Alla K. (†33), soll weder die Artistin getötet noch ihre Leiche entsorgt haben. Laut seinem Verteidiger und Rechtsanwalt Florian Rappaport fehlen die Beweise für diese Unterstellung. „Mein Mandant hat Alla K. nicht getötet. Und er hat auch nicht ihre Leiche transportiert. Ich kann jedes einzelne Indiz entkräften, das die Staatsanwaltschaft vorlegt“, so Rappaort am Dienstag in einer Pressemitteilung. Nachdem das Gericht davon überzeugt wurde, dass es keine hinreichende Beweise für einen Tötungsverdacht gibt, will der Verteidiger nun auch gegen den Vorwurf vorgehen, dass A. die Leiche von Alla K. entsorgt habe. 

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Für Rappaport sei diese Unterstellung und die Nachverurteilung ein Skandal. „Es ergibt keinen Sinn, Details aus einer Anklage zu streuen, die doch gerade abgelehnt wurde. Solche nachträglich verbreiteten Details können die Zukunft dieses jungen Mannes ruinieren, und sie dienen nur dazu, das Ansehen der Staatsanwaltschaft zu schützen.“ Man werde nun abwarten, ob die Staatsanwaltschaft Beschwerde einlegt. „Aber auch wir prüfen derzeit, ob wir Beschwerde gegen einen Teil der Entscheidung einlegen werden“, macht der Rechtsanwalt klar. 

„Supertalent“-Star Alla K. (†33) tot: Ex-Freund soll Leiche versenkt haben – dennoch kein Verfahren!

Update vom 14. Oktober: Seit dem 11. Oktober ist der Ex-Freund (30) von Alla K. wieder auf freiem Fuß. Nachdem es von Seiten des Verteidigers des 30-Jährigen massive Kritik gegen Staatsanwaltschaft und Polizei gehagelt hat, meldet sich nun das Landgericht Freiburg in einer Pressemitteilung zu Wort. Darin heißt es, dass das Schwurgericht aus „tatsächlichen Gründen“ den Tatverdacht eines Tötungsdelikts nicht bestätigen könne. 

„Supertalent“-Star Alla K. tot – Ex-Freund soll Leiche in Altrhein versenkt haben

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat dem 30-jährigen Kubaner vorgeworfen, die Artistin Ende April 2019 in einem gemeinsam genutzten Wohnwagen getötet zu haben. Auf dem Gelände des ,Trailer-Platzes‘ im Europa-Park Rust habe er „vermutlich nach einer zuvor verbal geführten Streitigkeit über die künftige künstlerische Zusammenarbeit und der künftigen persönlichen BeziehungAlla K. mit bloßen Händen oder mit einem weichen Gegenstand erstickt. Anschließend habe er ihre Leiche in eine Plastikfolie verpackt, mit Hantelgewichten beschwert und im Altrhein versenkt.

Obwohl der 30-Jährige nach der Überzeugung des Schwurgerichts angesichts der durchgeführten polizeilichen Ermittlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Leiche der Frau in der oben beschriebenen Weise verpackt, zum Altrhein transportiert und dort im Wasser abgelegt hat, konnte nach einer umfassenden Würdigung des Ermittlungsergebnisseskein hinreichender Tatverdacht im Sinne eines Tötungsdeliktes begründet werden“, heißt es in der Mittelung. Grund dafür sei, dass man weder die genaue Todesursache noch ein tragfähiges Motiv des Ex-Freundes habe. Außerdem gebe es keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung am Opfer. 

Die Entscheidung des Schwurgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Eine Woche nach dem Urteil kann noch Beschwerde eingelegt werden. Ob die Staatsanwaltschaft diese einlegt, ist noch unklar. Eine Haftentschädigung für den 30-Jährigen, der fünf Monate in U-Haft saß, gibt es nicht. 

Mordfall „Supertalent“-Star Alla K. (†33): Ex-Freund frei!

Update vom 11. Oktober: Wende im Fall um die getötete Alla K.: Ihr Ex-Freund, der als Hauptverdächtiger in Untersuchungshaft sitzt, wird freigelassen. Das berichten seine Verteidiger und Rechtsanwälte Florian Rappaport und Felix Stolterfoth am Freitag (11. Oktober) in einer Mitteilung. Es bestehe keinen Tatverdacht mehr gegen den 30-jährigen Reydi A., heißt es in der Mitteilung. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Freiburg habe abgelehnt, dem bisher Tatverdächtigen aus Kuba den Prozess zu machen. Dies sei laut den Anwälten eine ungewöhnliche Entscheidung des Gerichts. „Ein Gericht lehnt die Verfahrenseröffnung ab, wenn es überzeugt ist, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von vorneherein den Tatverdacht nicht stützen“, heißt es in der Mitteilung. 

Getötete Alla K.: Rechtsanwalt sieht Fehler in Polizeiarbeit

Die Ermittlungen im Fall Alla K. sind gescheitert. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei haben sie sich vom ersten Tag an auf meinem Mandanten festgelegt. Das ist immer ein Fehler. Die Staatsanwaltschaft konnte meinem Mandanten keine Tötung anhängen, die er nicht begangen hat“, so Florian Rapparort und bezichtigt der Polizei der schlechten Ermittlungsarbeit. 

Er selbst habe Zeugen befragt, Spuren gesammelt und den Tatort aufgesucht. „Jetzt, nachdem Anklage erhoben wurde, liegen alle Beweise auf dem Tisch. Das Schwurgericht hat sofort gesehen, dass in Wirklichkeit nichts davon meinen Mandanten sinnvoll belastet. Nichts spricht dafür, dass mein Mandant Alla K. getötet hat. Und das, obwohl die Staatsanwaltschaft fünf Monate lang einseitig gegen meinen Mandanten ermittelt hat“, betont der Anwalt. Das Gericht war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. 

Noch steht offen, ob die Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen die Entscheidung des Gerichts einlegen wird. „Auch dagegen werde ich meinen Mandanten gut verteidigen. Ich bin sehr glücklich, dass dieser Albtraum für meinen Mandanten jetzt vorbei ist. Mein Mandant musste die letzten fünf Monate im Gefängnis trauern. Jetzt ist er endlich wieder frei“, so Rapparort abschließend.

Doch wer hat Alla K. getötet? Diese Frage bleibt weiterhin ungeklärt.

„Supertalent“-Star Alla K. (†33) tot: Ermittler tappen weiter im Dunkeln

Update vom 14. Juni: Rund einen Monat ist es her, als Alla K. (†33) – eine ehemalige Kandidatin der RTL-Show „Das Supertalent“ – tot am Rheinufer bei Rust gefunden wurde. Die Ermittler sind sich sicher, dass die talentierte Artistin ermordet wurde. Zwar wird das Obduktionsergebnis noch aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten, doch die Polizei gab schon kurz nach der Tat bekannt, dass es sich beim Fundort der Leiche nicht um den Tatort handelt.

Nur einen Tag nach dem grausamen Fund wurde ein 30-jähriger Mann festgenommen. Bei dem Tatverdächtigen aus dem Umfeld der Ermordeten soll es sich um den Ex-Freund von Alla K. handeln. 

Palazzo-Star Alla K. getötet – Ermittler tappen im Dunkeln

Über vier Wochen nach dem Fund der Leiche am Rheinufer in Rust tappen die Ermittler weiterhin im Dunkeln. Wie die Polizei Offenburg auf Anfrage von MANNHEIM24 bestätigt, seien in der Zwischenzeit zwar weitere Zeugenhinweise eingegangen – „eine heiße Spur war bislang jedoch noch nicht dabei“, so die Sprecherin. Der Tatverdächtige schweige auch weiterhin zu den Vorwürfen. 

Kandidatin von RTL-Show tot am Rhein gefunden – neue Details

Update vom 28. Mai: Nachdem die Leiche der 33-jährigen Alla K. entdeckt wurde, hat die Polizei den Fundort am Rhein bei Rust erneut abgesucht. Wie die Ermittler mitteilen, hätten aus dem persönlichen Besitz des toten Palazzo-Stars Gegenstände gefehlt. Diese könnten bei der Aufklärung des Falls helfen. Inzwischen ist sich die Polizei sicher, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort ist. Weitere Details nennen die Ermittler am Dienstag nicht.

Der 30-jährige Tatverdächtige – wahrscheinlich der Ex-Freund von Alla K. – wurde einen Tag nach dem Fund der Leiche festgenommen. Er schweigt zu den Vorwürfen. Auch sein Motiv ist noch unklar. 

Palazzo-Star Alla K. (†33) ermordet: War es eine Beziehungstat?

Update vom 19. Mai, 17 Uhr: Wie MANNHEIM24 aus dem Umfeld der ermordeten Alla K. erfahren hat, soll es sich bei dem Hauptverdächtigen um den Ex-Partner der 33-Jährigen handeln. Bekannte sprechen davon, dass das Paar in der Vergangenheit Beziehungsprobleme gehabt haben soll. Auch von einer komplizierten Dreiecksbeziehung mit einer Tänzerin ist die Rede. Handelt es sich bei dem Mord an Alla K. um eine Beziehungstat?

Mord! Palazzo-Star tot am Rhein gefunden – große Trauer um Alla K. (†33)

Update vom 19. Mai, 14 Uhr: Die ermordete Alla K. trat immer wieder bei Veranstaltungen im Europapark in Rust auf. „Wir sind sehr bestürzt und wünschen den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit“, so der Freizeitpark gegenüber der BILD. 

Update vom 19. Mai, 11 Uhr: Die Ermittlungen im Mordfall Alla K. laufen auf Hochtouren. Wie eine Sprecherin der Polizei Offenburg auf Nachfrage erklärt, sei die Leiche der Palazzo-Darstellerin bereits untersucht worden. Das Ergebnis der Obduktion will die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich machen. 

Ehemalige Palazzo-Artistin tot – Leiche von Alla K. (†33) im Rhein gefunden

Sie tanzte sich mit ihren Hula-Hoop-Reifen in die Herzen der Zuschauer und trat schon beim Supertalent, im Phantasialand und im Radio Regenbogen Palazzo in Mannheim auf – Alla K. war eine erfolgreiche Akrobatin. Doch nun ist die 33-jährige Ukrainerin tot. 

2017 war Alla K. noch beim Palazzo in Mannheim zu sehen. Am Samstag (18. Mai) wird ihre Leiche am Rhein gefunden.

Wie ‚BILD‘ berichtet, soll die Varieté-Künstlerin ermordet worden sein. Als Hauptverdächtiger kommt ein 30-jähriger Mann aus dem persönlichen Umfeld der Getöteten infrage. Dieser ist nach intensiven Ermittlungen am Sonntag (19. Mai) festgenommen worden und sitzt seither in U-Haft.

Ehemalige Palazzo-Künstlerin Alla K. tot in Rhein gefunden

Bereits seit Ende April wurde Alla K. vermisst. Am Samstagmorgen (18. Mai) finden schließlich zwei Passanten ihre Leiche am Rheinufer bei Rust. Wie genau Alla K. ums Leben kam, ist noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei in Offenburg dauern an. Es ist bereits die Sonderkommission „Altrhein“ mit mehr als 30 Beamten eingerichtet worden.

Die Ermittler bitten nun um Hinweise im Fall Alla K. Wer zwischen Ende April und Anfang Mai im Bereich des Rheins bei Rust etwas Verdächtiges gesehen hat, auch wenn es noch so unbedeutend erscheint, soll sich unter ☎ 0781/21-2820 melden.

Die Polizei in Tauberbischofsheim ermittelt aktuell ebenfalls wegen einer Leiche, die in einem Fluss gefunden wurde. Ob es sich dabei um das 13-jährige Mädchen handelt, das seit Januar vermisst wird, soll eine Obduktion zeigen.

Im Dunkeln tappt die Polizei Anfang Juli auch noch bei einer unbekannten männlichen Leiche, die im Karlsruher Epplesee gefunden wird.

pol/jol

Quelle: Mannheim24

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