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SAP stoppt Geschäft in Russland – doch Ukraine-Vize fordert weitere Schritte

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Von: Eliran Kendi

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SAP stoppt vorläufig Verkauf von SAP-Produkten in Russland (Symbolfoto).
SAP stoppt vorläufig Verkauf von SAP-Produkten in Russland (Symbolfoto). © dpa/Uwe Anspach & Screenshot Twitter (Montage)

Walldorf/Kiew - Keine Geschäfte mehr in Russland: SAP reagiert prompt auf eine Bitte aus der Ukraine. Doch dem ukrainischen Vizepremierminister gehen die Sanktionen nicht weit genug.

Wie der Rest der Welt beobachten auch wir den Krieg in der Ukraine und sind erschüttert. Wir verurteilen die Invasion auf das Schärfste. Ein solch unmenschlicher und ungerechtfertigter Akt ist ein Angriff auf die Demokratie und Menschlichkeit. Die Auswirkungen betreffen uns alle“, so Christian Klein, Vorstandssprecher der SAP. Zugleich kündigt der SAP-Chef im selbigen Statement auf der Website des Softwareunternehmens einen folgenschweren Schritt an: Alle Geschäftsbeziehungen mit Russland werden vorläufig beendet. Das hat der ukrainische Vizepremierminister und Minister für digitale Transformation, Mykhailo Fedorov, zuvor in einem Brief gefordert.  

SAP erhält dramatischen Appell aus Ukraine

Bereits am 2. März veröffentlicht Fedorov via Twitter den Inhalt des Briefes. Auch SAP-Konkurrent Oracle hat ein Schreiben erhalten.

An die SAP gerichtet, schreibt Fedorov: „Wir brauchen Ihre Unterstützung! Wir hoffen, dass Sie nicht nur zuhören, sondern auch alles Mögliche unternehmen, um die Ukraine, Europa und schließlich die ganze Welt vor der blutigen russischen Aggression zu schützen. Daher appelliere ich an Sie: Solange Putins Angriff auf unser Land nicht beendet ist, stellen Sie keine SAP-Dienstleistungen und -Produkten für Russland bereit. Stehen Sie an der Seite der Ukraine! Retten Sie Millionen Leben!

SAP: Ukrainischer Minister fordert mehr vom Software-Riesen

Der in Heidelberg geborene SAP-Chef reagiert schnell. Für Klein steht fest, dass Wirtschaftssanktionen gegen Russland ein wichtiges Mittel ist, um den Frieden in der Ukraine wiederherzustellen. Ebenfalls auf Twitter sichert Klein am Donnerstagmittag (3. März) seine Solidarität zu und kündigt den Stopp des Russland-Geschäfts an, gefolgt von einer Antwort aus der Ukraine:

Um 13:17 Uhr bedankt sich der ukrainische Minister für die Einstellung des Verkaufs von SAP-Produkten nach Russland. Gleichzeitig geht ihm diese Maßnahme jedoch nicht weit genug. Auch die Bereitstellung von weiteren Dienstleistungen für bereits bestehende SAP-Kunden in Russland soll eingestellt werden. Eine Reaktion seitens Kleins steht noch aus. (esk)

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