Im Rhein-Neckar-Kreis

Mehrere Unfälle nach Schneefall – Autos teils auf Sommerreifen unterwegs 

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Mehrere Unfälle nach Schneefall (Symbolfoto).

Rhein-Neckar-Kreis - Bei Schneefall und glatten Straßen kommt es im Odenwald zu mehreren Unfällen. Viele Fahrzeuge hatten noch Sommerreifen aufgezogen:  

  • Mehrere Unfälle nach Schneefällen im Rhein-Neckar-Kreis
  • Schnee und glatte Straßen im Odenwald
  • Autos teilweise noch auf Sommerreifen unterwegs

In höheren Lagen des Odenwalds schneit es am Mittwoch (11. Dezember) richtig. Wegen Schneefall und glatten Straßen kommt es im Rhein-Neckar-Kreis zu mehreren Unfällen, bei denen aber glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt wird. Oft trägt falsche Bereifung zu den Unfällen bei. 

Sommerreifen führen zu Unfall auf L536

Gegen 16 Uhr verliert ein 20-Jähriger auf der L536 zwischen Wilhelmsfeld und Schriesheim in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Auto und gerät in den Gegenverkehr. Er kracht frontal in den entgegenkommenden Ford eines 40-Jährigen. Im Auto des Unfallverursachers lösen die Airbags aus, beide Beteiligte bleiben unverletzt. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass das Auto des 20-Jährigen noch mit Sommerreifen unterwegs ist. Während der Unfallaufnahme und Bergung der beiden total beschädigten Autos bleibt die L 536 gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.

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Glätteunfall in Heiligkreuzsteinach

Um 19:45 Uhr rutscht in Heiligkreuzsteinach ein Auto auf der glatten Fahrbahn der K4122 in einen Graben. Kurze Zeit, später gegen 20:10 Uhr, kommt eine 53-jährige Autofahrerin auf der K4120 bei einem Bremsvorgang von der Straße ab. Das Auto kippt um und bleibt auf dem Dach liegen. Die Freiwillige Feuerwehr Heiligkreuzsteinach ist zur Bergung des Autos im Einsatz. Beide Fahrzeuge waren mit Winterreifen ausgerüstet. Glücklicherweise blieben beide Beteiligte unverletzt. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starkes Schneetreiben.

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Totalschaden in Neckargemünd

Um 19:20 Uhr kommt es in der Güterbahnhofstraße in Neckargemünd zu einem Unfall, bei dem ein 20-jähriger Autofahrer mit seinem Peugeot auf glatter Straße drehte und in einen Bauzaun krachte. An dem Auto entsteht wirtschaftlicher Totalschaden, der Gesamtsachschaden beläuft sich auf ca. 5.000 Euro. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass an dem Peugeot drei Sommer- und ein Winterreifen aufgezogen waren.

Winterreifenpflicht? Folgen bei einem Unfall!

Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Allerdings müssen bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen aufgezogen sein. Die Winterreifenpflicht gilt nur dann als erfüllt, wenn auf allen Rädern Winterreifen montiert sind. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt auch für Winterreifen 1,6 Millimeter

Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen keine Winterreifen aufgezogen hat, erwartet ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro, zusätzlich wird ein Punkt in Flensburg fällig. Neben dem Fahrer haftet auch der Halter, der die Inbetriebnahme ohne die erforderliche Bereifung anordnet oder zulässt. Hier werden 75 Euro fällig, dazu gibt es ebenfalls einen Punkt in Flensburg. 

Kommt es wegen der Benutzung der Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen zu einem Unfall, kann dies zur erheblichen Leistungskürzung der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit führen. Auch in der Haftpflichtversicherung hat die Benutzung von Sommerreifen auf Schnee erhebliche Auswirkungen, da es hier ebenfalls zu einer Mithaftung des Geschädigten kommen kann.

pol/rmx

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