Saukopf- und Branichtunnel

Pause statt Panne: Haltebuchten werden ausgenutzt!

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Saukopftunnel und Branichtunnel: Haltebuchten werden ausgenutzt 

Schriesheim/Weinheim - Stell Dir vor Du hast in einem Tunnel eine Panne. Doch als Du zu einer Haltebucht fahren willst, steht jemand dort und telefoniert. Dieser Vorfall passiert immer öfters:

Den Mitarbeitern des Straßenbauamts im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis fällt auf, dass die Nothaltebuchten unter anderem im Branich- und Saukopftunnel häufig ausgenutzt werden - wobei das sehr gefährlich sein kann.

Wer bei seiner Autofahrt im Tunnel ein Panne hat, der weicht auf die Haltebuchten aus und bringt sich damit in Sicherheit. „Durch die beengten Platzverhältnisse und die Dunkelheit droht größere Gefahr als auf anderen Straßen", erklärt Benjamin May, zuständiger Sicherheitsbeauftragter für Tunnelanlagen im Straßenbauamt des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis, am Freitag (25. August) in einer Pressemitteilung.

Doch was passiert, wenn jemand in der Bucht steht um zu telefonieren?

„Immer wieder wird die Nothaltebucht genutzt, um sich beispielsweise eine Pause zu gönnen oder um Telefonate zu führen", so May. „Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass ein Befahren der Nothaltebuchten Alarme bei der Integrierten Leitstelle (ILST) in Ladenburg und dem technische Tunnelüberwachungspersonal beim Straßenbauamt auslöst“, meint der Sicherheitsbeauftragte. Das bedeutet, dass unverzüglich die Institutionen tätig werden. „Von der ILST muss die Sachlage geklärt werden, das Betriebspersonal muss den "blinden Alarm" quittieren, damit der Tunnel im Normalbetrieb weiterlaufen kann“, sagt er weiter. 

Fehlverhalten wird bestraft

Die Zweckentfremdung der Nothaltebucht kann mit einem Bußgeld bestraft werden. Wer also sein Fahrzeug in einer Pannenbucht anhält, muss mit 25 Euro Verwarnungsgeld rechnen. „Punkte in Flensburg drohen dem Autofahrer zwar keine, er sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, wie fatal und gefährlich die Konsequenzen sein können, wenn die Pannenbucht in einem wirklichen Notfall angefahren werden soll, dies aber aufgrund eines parkenden Fahrzeugs nicht möglich ist", betont der Sicherheitsbeauftragte.

Wie verhalte ich mich bei einer Panne richtig?

Benjamin May erklärt, dass man zuerst den Warnblinker anmacht, die Haltebucht ansteuert und dort den Motor ausstellt. Danach muss man eine Warnweste anziehen und das Warndreieck aufstellen. Anschließend sollte man über die SOS-Systeme geben, dass man einen Unfall oder ähnliches hat, wodurch automatisch die Position weitergegeben wird. Außerdem sollte man sich nicht im Auto aufhalten, sondern in der Bucht. „Gerade aus diesem Grund ist es so wichtig, dass die Pannenbuchten nicht zweckentfremdet belegt sind", betont May.

pm/jol

Quelle: Mannheim24

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