Auch im Fall Lübcke aufgefallen

„Nazi-Druide“ aus Schwetzingen wieder im Fokus der Ermittler – er rief im Netz zum Mord auf!

In diesem Haus in Schwetzingen lebte der „Druide“ Burghard B. früher.

Schwetzingen - Vor zwei Jahren geriet der Rechtsextrimist Burghard B., selbsternannter „Druide“, bundesweit in die Schlagzeilen. Warum er jetzt wieder in den Fokus der Ermittler gerät: 

Er nennt sich selbst „Druide“ und fiel schon in der Vergangenheit immer wieder durch sein rechtsextremes Verhalten auf. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft Karlsruhe neue Ermittlungen gegen Burghard B., der früher in Schwetzingen wohnte, wieder ermittelt. Das berichtet der ‚Spiegel‘ am Freitag. Der „Druide“ aus Schwetzingen soll laut Bericht in einem sozialen Netzwerk, das vor allem bei Neonazis beliebt ist, zum Mord an politischen Gegnern aufgerufen haben. 

„Nazi-Druide“ aus Schwetzingen zuletzt 2017 im Fokus der Ermittler 

Bereits 2017 wurde gegen Burghard B., den „Nazi-Druiden“ aus Schwetzingen, ermittelt: Damals wurde er und sechs weitere Verdächtige beschuldigt, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet zu haben. Dieser Verdacht hatte sich laut der Bundesstaatsanwaltschaft in Karlsruhe damals nicht erhärtet. Der „Druide“ wurde Anfang 2017 in Brandenburg gefasst, zuvor hatte er in Schwetzingen gelebt. Er saß dann für einige Zeit wegen Volksverhetzung und Waffenbesitzes in U-Haft. 

Ermittlungen gegen „Druide“ aus Schwetzingen: Er kommentierte Mordfall Lübcke 

Wie der ‚Spiegel' weiter berichtet, sei der selbsternannte „Druide“ bereits im Juni dadurch aufgefallen, dass er zum Beispiel den Mord an Regierungspräsidenten Walter Lübcke begrüßte. Der Mord solle „kein Einzelfall bleiben“, soll Burghard B. geschrieben haben. Walter Lübcke wurde Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet. Der hessische Neonazi Stephan Ernst hatte den Mord zuerst gestanden, sein Geständnis jedoch später widerrufen. 

Ob der „Druide“ aus Schwetzingen nun erneut vor Gericht landet – und zwar unter anderem wegen Volksverhetzung und Herstellen von Schusswaffen – müsse laut ‚Spiegel‘ das Landgericht Mannheim entscheiden. 

Ein Fall mit einer Schusswaffe sorgt derweil auch in Mannheim für Entsetzen. Nachdem ein Autofahrer einen Fußgänger fast umfährt, richtet er dann auch noch eine Waffe auf ihn.  

Der „Druide“ aus Schwetzingen: Seine rechtsextremen Machenschaften

Burghard B. bezeichnet sich im Netz selbst als „Druide“, bei Facebook veröffentlichte er antisemitische und rassistische Beiträge und bot sein Buch „New World Order" zum Verkauf an. Auch im russischen Facebook-Ableger „VK.com" war er aktiv, hatte mehr als 1.500 ‚Freunde‘. Dort veröffentlichte er ebenfalls Hass-Postings gegen Juden und Muslime. „Mein Selbsterhaltungstrieb sagt mir, dass ich die Juden und Moslems vernichten muss, bevor diese meine Sippe oder meine Familie vernichten“, postet der „Druide“ aus Schwetzingen auf VK. Deutschland sei besetzt, schrieb B. ebenfalls öffentlich in Sozialen Netzwerken. In mehreren Youtube-Videos, die er teils selbst veröffentlicht hat, zeigt sich B. in einem langen weißen Gewand mit langem Bart und einem Wanderstab. 

Gegen rassistische Gewalt kämpft die Polizei in Rheinland Pfalz: In Dahn bei Pirmasens werden zwei heranwachsende Afrikaner gejagt und zwei weitere Asylbewerber verletzt.

kab

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