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Schwetzingen: Zwei Geldautomaten durch vier Explosionen zerstört – Neues zu Tätern

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Von: Robin Eichelsheimer

Schwetzingen - Mehrere von Räubern herbeigeführte Explosionen erschüttern die Hockenheimer Landstraße – was bleibt, ist ein Bild der Verwüstung. Die Polizei nennt neue Details:

Update vom 24. März: Auch fast eine Woche nach den spektakulären Sprengungen zweier Geldautomaten in der Nähe des Schwetzinger Stadions am 18. März gegen 3:20 Uhr sind die Täter noch immer auf freiem Fuß. Dabei gehen Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und LKA Baden-Württemberg in ihren Ermittlungen inzwischen von insgesamt vier Sprengsätze aus – jeweils zwei pro Geldautomat. Bei den Tätern soll es sich um mindestens drei Täter handeln, die in einem dunklen, hochmotorisierten Auto, ähnlich eines VW Golf, älteren Baujahres, vom Tatort in Richtung A 6 flüchteten. Darüber hinaus sollen sich mehrere, noch unbekannte Zeugen in unmittelbarer Tatortnähe aufgehalten haben, die den Fahndern bislang nicht bekannt sind.

Gerade als die Täter mit ihrem dunklen Fahrzeug den Tatort verließen, um auf die B 291 in Richtung A 6 zu fahren, kam ein weiteres Fahrzeug auf der Ketscher Landstraße aus Richtung Ketsch angefahren. Dieses Fahrzeug folgte dem Tatfahrzeug in einigem Abstand mindestens bis zu B 291 in Richtung Hockenheim. Die Insassen dieses Fahrzeuges, die wahrscheinlich nichts von der Tat bemerkten, sind jedoch für die Ermittler wichtige Zeugen.

Schwetzingen: Ermittler bitten Bevölkerung und mögliche Zeugen um Mithilfe

Darüber hinaus sollen zwei Personen nach der Tat und noch vor Eintreffen der ersten Streife vom Parkplatz eines China-Restaurants, der häufig auch von Wohnmobilisten zum Übernachten genutzt wird, zu einem der gesprengten Geldautomaten gegangen sein. Möglicherweise wurden die beiden Personen durch die Detonationen aufmerksam und schauten vor Ort nach dem Rechten.

StadtSchwetzingen
Bevölkerung21.952 (31. Dez. 2008)
BezirkRhein-Neckar-Kreis

Von diesen wichtigen Zeugen versprechen sich die Fahnder weitere Hinweise zu den Tätern und ihrem Fahrzeug. Sie werden alle gebeten, sich unter Telefon 0621/174-4444 mit dem Kriminaldauerdienst oder unter Telefon Tel.: 06202/288-0 mit dem Polizeirevier Schwetzingen in Verbindung zu setzen.

Schwetzingen: Spur der Verwüstung nach Explosionen – neue Details bekannt

Update vom 18. März, 17:35 Uhr: Nachdem gegen 3:20 Uhr am heutigen Donnerstagmorgen zwei Geldautomaten in einem Gewerbegebiet nahe des Schwetzinger Stadions gesprengt worden sind, ist die Fahndung nach den Tätern bislang ohne Ergebnis verlaufen. Laut ersten Ermittlungen soll es sich um mindestens drei Täter handeln, die in einem dunklen, hochmotorisierten Auto, ähnlich eines VW Golf, älteren Baujahres, vom Tatort in Richtung A6 geflüchtet sind. Auffällig am Fahrzeug soll eine längliche, am Heck waagrecht angebrachte Bremsleuchte sein. Die Räuber sollen Deutsch, aber auch in einer osteuropäischen Sprache miteinander gesprochen haben.

Insgesamt erbeuten sie rund 100.000 Euro. Durch die Sprengkraft werden beide Pavillons, in denen die Geldautomaten untergebracht gewesen sind, total zerstört. Teile der Pavillons liegen nach der Sprengung in einem Radius von rund 150 Metern verstreut. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Mit was genau die beiden Geldautomaten aufgesprengt worden sind, ist bislang noch unbekannt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg in Stuttgart unterstützten die Zentrale Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg bei der Spurensicherung am Tatort.

Eine Spur der Verwüstung: einer der gesprengten Geldautomaten in der Hockenheimer Landstraße in Schwetzingen.
Eine Spur der Verwüstung: einer der gesprengten Geldautomaten in der Hockenheimer Landstraße in Schwetzingen. © PR-Video/Priebe

Schwetzingen: Geldautomaten gesprengt – Polizei sucht Zeugen

Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg laufen auf Hochtouren. Dazu erhoffen sich die Beamten Hinweise von Zeugen zur Tat, den Tätern und deren Fluchtfahrzeuge sowie zur Fluchtrichtung. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, soll sich mit dem Kriminaldauerdienst, Tel.: 0621/174-4444 oder mit dem Polizeirevier Schwetzingen, Tel.: 06202/288-0 in Verbindung zu setzen.

Ein noch so unwichtig erscheinender Hinweis kann als kleines Mosaikteil zur Klärung der Tat beitragen und entscheidend sein, die Fahnder auf die Spur der Täter zu bringen“, appelliert die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg an mögliche Zeugen.

Mehrere Explosionen erschüttern Schwetzingen – überregionale Großfahndung nach Tätern

Erstmeldung vom 18. März, 10:30 Uhr: Es ist ein Bild der Verwüstung, das sich Ermittlern am frühen Donnerstagmorgen (18. März) in Schwetzingen auftut. Wie das Polizeipräsidium Mannheim bekannt gibt, hat es gegen 3:20 Uhr gleich mehrere heftige Explosionen am Einkaufszentrum in der Hockenheimer Landstraße (angrenzend zur K4250, Ketscher Landstraße) gegeben – dort wurden zwei Geldautomaten von bislang unbekannten Tätern gesprengt. Diese befinden sich auf der Flucht, in der Folge kam es sofort zu einer großangelegten, überregionalen Fahndung im Südwesten.

Schwetzingen: Heftige Explosionen – zwei Geldautomaten in Luft gesprengt

Wie die Polizei berichtet, gab es in Schwetzingen gleich mehrere Detonationen, die so stark waren, dass die beiden Pavillons, in denen sich die Geldautomaten befanden, komplett zerstört wurden. Gesteinsbrocken, die sich durch die Explosionen gelöst hatten, haben sich über eine große Distanz auf die umliegenden Straßen verteilt. Dabei wurden auch mehrere geparkte Autos beschädigt.

Der durch die Sprengungen hervorgerufene Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro geschätzt. Ob Geld aus den Automaten gestohlen wurde, steht aktuell noch nicht fest.

Schwetzingen: Geldautomaten gesprengt – Großfahndung nach flüchtigen Tätern

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass mehrere Täter an den Geldautomaten-Sprengungen in Schwetzingen beteiligt waren. Diese sollen mit zwei hochmotorisierten Autos in Richtung A6 geflüchtet sein. Die Polizei hat sofort eine Großfahndung mit rund 50 Streifenwagenbesatzungen eingeleitet. Dabei wurde das Polizeipräsidium Mannheim auch von Beamten der Polizeipräsidien Karlsruhe, Heilbronn, Rheinpfalz und Südhessen unterstützt, auch ein Polizeihubschrauber aus Böblingen war bei der überregionalen Fahndung eingebunden – bislang jedoch ohne Erfolg, die Täter sind weiter auf der Flucht.

Trümmerteile liegen nach einer Geldautomaten-Sprengung in Schwetzingen auf einer Verkehrsinsel verteilt.
Trümmerteile liegen nach einer Geldautomaten-Sprengung in Schwetzingen auf einer Verkehrsinsel verteilt. © PR-Video/Priebe

Die Zentrale Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg sichert aktuell Spuren am Tatort in Schwetzingen. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts Stuttgart unterstützen bei der Tatortarbeit.

Infolge der Detonationen war auch die Schwetzinger Feuerwehr im Einsatz und beschäftigte sich mit Absperrungen und Aufräumarbeiten vor allen Dingen auf der K4250, die vorübergehend voll gesperrt werden musste. Um 6 Uhr erfolgte schließlich wieder die Freigabe. (pol/rob)

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