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Schwetzingen: Ratten-Alarm! So geht die Stadt gegen Nagetier-Plage vor

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Von: Peter Kiefer

Schwetzingen – Sie wuseln durch Grünanlagen, Mülltonnen und Gärten: Ratten! Jetzt warnt das Rathaus vor einer drohenden Ratten-Plage und bekämpft die lästigen Nagetiere.

Ratten-Plage in Schwetzingen! Seit einigen Wochen treten im Stadtgebiet vermehrt Ratten auf. Sie wurden in Grünanlagen, an Abfalleimern und auch immer öfter in privaten Gärten von städtischen Mitarbeitern und aufmerksamen Bürger*innen beobachtet. Die Nagetiere sind zäh, schlau und stellen eine Gefahr für die Gesundheit sowie für das Kanalnetz und in der Erde verlegte Kabel dar. 

Stadt\tSchwetzingen
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl21.644 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche21,63 km²
OberbürgermeisterRené Pöltl (parteilos)

Statistisch gesehen kommt in der Stadt auf einen Einwohner eine Ratte. Der sorglose Umgang mit Abfall schafft für Ratten paradiesische Bedingungen. Wenn das Nahrungsangebot gut ist, explodiert die Population. Ein Muttertier, das ausreichend Futter und einen ruhigen Nistplatz hat, kann alle sechs bis acht Wochen Junge werfen. Dabei gibt es einfache Mittel, um die Zahl der Ratten zu begrenzen.

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Schwetzingen: Keine Speisereste in offene Abfallbehälter oder ins Klo werfen

Übermäßiger Rattenbefall ist ein von Menschen gemachtes Problem. Oftmals werden Essensreste leichtfertig über das WC entsorgt und landen damit direkt bei Familie Ratte auf dem Tisch. Die schlauen Nager folgen der Futterspur durch die Abwasserrohre bis in den zehnten Stock eines Hochhauses. Da kann schon mal ein Tierchen in der Toilettenschüssel auftauchen.

Rund um offene Abfalltonnen finden Nager auch paradiesische Zustände vor. Deshalb sollten Speisereste nur im geschlossenen Bio- oder Restmüllbehälter entsorgt werden. Bei Pausen auf Parkbänken oder Picknicks und Grillfeiern im Grünen gilt daher die Regel: Jeder nimmt seinen Abfall wieder mit.

Eine Ratte.
Eine Ratte flitzt über den Gehweg. © picture alliance / Bernd von Jut / Bernd von Jutrczenka

Auch ein unsachgemäß angelegter Komposthaufen im Garten bietet den Tieren ideale Futterbedingungen. Die Fütterung von Haus- und Nutztieren sollte immer kontrolliert erfolgen. Daher das Tierfutter nicht offen vor dem Haus stehen lassen. Verwilderte Büsche und Sträucher sollten zurückgeschnitten werden, da Ratten Fluchttiere sind, die im Wildwuchs eine ideale Rückzugsmöglichkeit finden. Auch Sperrmüll und Abfalltüten sollten nicht längere Zeit am Straßenrand abgestellt werden. Schon nach wenigen Tagen können Ratten oder Mäuse alte Kühlschränke, Matratzen oder Schrankschubladen als Behausung nutzen.

Schwetzingen: Stadt bekämpft Ratten regelmäßig in Kanalisation

Die Nager sind auch Überträger von Krankheiten wie Leptospirose. Deshalb sind Kommunen zur Rattenbekämpfung verpflichtet. Die Stadt Schwetzingen führt in regelmäßigen Abständen im gesamten Kanalbereich im Stadtgebiet eine Bekämpfungsaktion durch. 

Im Schwetzinger Rathaus werden Pläne zur Ratten-Bekämpfung geschmiedet. (Archivfoto)
Im Schwetzinger Rathaus werden Pläne zur Ratten-Bekämpfung geschmiedet. (Archivfoto) © Uwe Anspach/picture alliance/dpa

Sollten Ratten auf einem privaten Grundstück auftreten, ist der Eigentümer für eine geeignete Rattenbekämpfung zuständig. Für Fragen zur Rattenbekämpfung ist Nadja Tschan vom städtischen Ordnungsamt die Ansprechpartnerin. Sie ist unter der Telefonnummer 06202-87 235 und per Mail: nadja.tschan@schwetzingen.de erreichbar.“ (PM/pek)

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