Über 500 Schweine zusammengepfercht

Schweine fressen sich gegenseitig auf: PETA zeigt Fahrer des Horror-Transporters an!

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Auf engstem Raum sind die Schweine in ihren Käfigen zusammengepfercht. (Symbolfoto)

Sinsheim/Heidelberg - Der grausame Tiertransport von über 500 Schweinen hat nun Konsequenzen für den Fahrer. Die Tierschutzorganisation PETA hat den Mann nämlich angezeigt:

Den Polizeibeamten bietet sich ein Bild des Grauens, als sie am Donnerstag (5. Juli) einen Tiertransporter auf der A6 anhalten. Über 500 Schweine sind auf der Ladefläche in Käfige eingesperrt – ohne Rücksicht auf die Größe der Tiere. Und es kommt noch schlimmer: die Schweine haben wohl seit längerer Zeit nicht mehr gegessen und getrunken. Manche fallen sogar über ihre Artgenossen her und fressen sie an!

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Dem Fahrer ist das Leid der Tiere egal, da sie ja sowieso geschlachtet werden würden. Doch jetzt hat das Ganze Konsequenzen für ihn. Am Freitag (13. Juli) erstattet die Tierschutzorganisation PETA Anzeige gegen den Mann bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung.

Verstöße sind keine Ausnahme, sondern die Regel

Tiere in der Landwirtschaft werden als reines Produktionsgut betrachtet – für sie ist die Welt von Geburt an und bis zu ihrem Tod ein Minenfeld. Die gravierenden Verstöße wie im Fall Sinsheim sind keine Ausnahme, sondern die Regel, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. 

Auf engstem Raum sind die Schweine in ihren Käfigen zusammengepfercht. (Symbolfoto)

Laut Tierschutztransportverordnung dürfen Schweine bis zu acht Stunden am Stück befördert werden – meist geht der Transport aber länger. Ein Sprecher der Polizei äußert auch eine Vermutung, warum die Tiere hungern mussten: Wenn die Tiere nichts zu essen und zu trinken haben, muss man hinterher auch das Fahrzeug nicht reinigen.

Wir bleiben weiter für dich dran!  

pm/dh 

Quelle: Mannheim24

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