„Die werden sowieso geschlachtet...“

Viehtransport auf A6 gestoppt: Tiere fraßen sich vor Hunger gegenseitig

+
Die Tiere sind in dem Transporter auf engstem Raum eingepfercht. (Symbolbild)

Sinsheim - Sie haben ein komisches Gefühl – das ist auch der Grund warum die Polizisten den Vieh-Transport anhalten. Als sie in dessen Innere schauen, überkommt sie das nackte Grauen:

Es ist Donnerstagabend (5. Juli), etwa 19 Uhr, als einem Streifenwagen ein Schwertransporter auf der A6 Gemarkung Sinsheim auffällt. So wie immer, wenn die Beamten bei einem Fahrzeug ein komisches Gefühl haben, halten sie es an.

Anblick des Grauens

Der Anblick, der sich ihnen dann eröffnet, ist alles andere als ein routinemäßiger. In dem Wagen befinden sich über Schweine Tiere unterschiedlichster Größe und Gewichts – allesamt kümmerlich verwahrlost! Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage mitteilt, handelt es sich ausschließlich um Schweine.

Die Tiere leiden Durst: Aus der automatischen Tränke kommt kein Wasser, lediglich Luft. Sie hungern: So sehr, dass sie bereits anfangen, ihre Artgenossen anzufressen. Sie haben keinen Platz: In wahllosen Abteilungen werden die Vierbeiner auf engsten Raum zusammengepfercht.

„Die werden doch sowieso geschlachtet...“

Als die Uniformierten von dem Fahrer eine Leiter zur Begutachtung der Tiere auf den oberen Decks fordern, erklärt dieser lapidar, dass er keine dabei habe. 

Auf den zum Teil bedenklichen gesundheitlichen Zustand der Tiere angesprochen, äußert der Mann, dass die Tiere doch sowieso geschlachtet würden.

>>>Tierquäler schlägt wieder zu: Schon wieder Pferd verletzt!

Nach Rücksprache mit einem Amtstierarzt und der Nähe zum Zielort wirde dem Fahrer die Weiterfahrt gestattet. Die Kontrolle wird allerdings wegen einer Reihe von Verstößen gegen die Tierschutztransportverordnung und das Tierschutzgesetz Konsequenzen haben. Das Verkehrskommissariat Walldorf ermittelt ebenso wie das Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises.

>>>20 Welpen im Transporter: Hunde-Verkauf auf „McDonald‘s“-Parkplatz!

pol/gs

Quelle: Mannheim24

Mehr zum Thema

Kommentare