Merinoschafe im Einsatz

Luise & Co.: Neue „Määäh“-Truppe für die A6

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34 Merinoschafe sind jetzt an der A6 im „Määäh“-Einsatz.

Sinsheim - Warum selbst das kniehohe Gras mähen, wenn auch vierbeinige Helfer das können? Das denkt sich der Betreiber des A6-Abschnitts im Kraichgau und hat 34 tierische „Määäher“ im Einsatz.

Tierische Unterstützung für die Straßenwärter.

Määääh – genüsslich mampft Luise die frischen Kräuter und freut sich über das vielfältige kulinarische Angebot aus Schafgarbe, Klee und Luzerne.

Schaf Luise gehört zur neuen Truppe, die aktuell an der A6 zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz im Einsatz ist. ViA6West, der Betreiber des 47 Kilometer langen Streckenabschnitts, lässt 34 Merinoschafe die Regenrückhaltebecken beweiden, äh, ‚määähen‘.

Umweltfreundliches Experiment

Da die Rückhaltebecken eingezäunt sind, eignen sie sich ideal für die natürliche Beweidung, wie Betriebsleiter Tobias Kupfer erklärt. Denn bislang mussten die Bereiche der Regenrückhaltungen teils sehr aufwendig mit Manpower gepflegt werden.

Wir wollen mit diesem Vorstoß auch einen Beitrag zum Landschaftsschutz leisten“, erklärt Betriebsleiter Kupfer weiter. Zwei Schäfer aus dem Kraichgau waren für dieses Experiment gleich Feuer und Flamme und haben die umweltfreundlichen Mäher der ViA6West ausgeliehen.

‚Määäh‘ – statt Motorengeknatter und Benzingeruch

In insgesamt fünf Rückhaltebecken entlang der Autobahn A6 zwischen Sinsheim und Heilbronn grasen die Schafe und entlasten somit auch deutlich die Straßenwärter. Denn durch ihre hohe Geländegängigkeit ersparen sie den angestellten Mitarbeitern der ViA6West auch so manchen Schweißtropfen. Ganz zu schweigen vom technischen Aufwand, wie Betriebsleiter Kupfer weiter erklärt.

Tierische Unterstützung erhalten aktuell die Straßenwärter der Autobahn A6 durch 34 Merinoschafe. Die wolligen Gesellen werden für die Beweidung der Regenrückhaltebecken entlang der Strecke eingesetzt.

Statt Hochgrasmäher und benzinbetriebener Motorsense gehts durch die gutmütigen Merinoschafe weitaus ruhiger zu – außer dem bekannten „Määääh“ hört man nur ein genüssliches Schmatzen. Täglich schauen auch die beiden Schäfer nach ihren Schützlingen. „Wir achten natürlich darauf, dass es den Tieren gut geht“, erklärt beispielsweise Schäfermeister Christian Amend.

Und wenn der letzte Grashalm von den wolligen Gesellen verputzt ist, ziehen die Schafe in rund zwei Wochen weiter zu den nächsten Rückhaltebecken. Allerdings nicht per Huf, sondern mit dem speziellen Transporter. Der bringt die vierbeinigen Mäher schneller zu den neuen Einsatzorten bis zum Weinsberger Kreuz.

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Sollte sich das Experiment positiv entwicklen, soll der Einsatz der vierbeinigen Mäher in Diensten der Autobahnbetreiber gegebenenfalls ausgebaut werden.

pm/rmx

Quelle: Mannheim24

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