Bis zu 1.000 Plätze

Sinsheim: Flüchtlinge ziehen in Breite Seite

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In einem Ex-Hallenkomplex in Sinsheim kommen ab Ende Januar zunächst bis zu 300 Menschen unter.

Sinsheim – Bis zu 1.000 Menschen werden in einem ehemaligen Hallenkomplex vorläufig unterkommen. Sinsheim wird damit zu einem der wichtigsten „Stützpunkte“ der Flüchtlingsunterbringung:

In der großen Kreisstadt befindet sich nicht nur die zentrale Wohnheimverwaltung des Landratsamts, sondern bereits vier Objekte, in denen der Kreis notdürftig Asylbewerber untergebracht hat. 

Neben der erst kürzlich bezogenen Gemeinschaftsunterkunft in der General-Sigel-Straße hat sich im November 2015 die Möglichkeit für eine große Notunterkunft in einem Ex-Hallenkomplex im Gewerbegebiet Breite Seite ergeben. Zwischen 25. und 29. Januar sollen dort zunächst 250 bis 300 Geflüchtete unterkommen. Wie der Kreis mitteilt sei dort aber Platz für bis zu 1.000 Menschen

1.045 Geflüchtete im Januar

 „Wir stehen nach wie vor unter sehr großem Druck und brauchen diese große Unterkunft aufgrund des hohen monatlichen Flüchtlingszugangs“, erklärt Christoph Schauder, Ordnungsdezernent im Landratsamt die aktuelle Notlage. Allein für Januar 2016 ist der Landkreis verpflichtet, 1.045 asylsuchenden Menschen aufzunehmen. 

Die für ein Jahr angemieteten Hallen sollen als sogenannter Puffer dienen: Asylbewerber und Flüchtlinge müssten ein Dach über dem Kopf haben, bis sie dann in perspektivisch fertiggestellte Gemeinschaftsunterkünfte umziehen können. Wann es soweit sein wird, sei jedoch noch unklar. 

Ausstattung der Hallen

Blick in eine Parzelle in der neuen Notunterkunft für Flüchtlinge im Hallenkomplex Breite Seite in Sinsheim.

Die Hallen sind durch mobile undurchsichtige Trennwände in kleine Einheiten mit Betten und Spinten aufgeteilt, so haben die Bewohner wenigstens ein bisschen Privatsphäre. Für Sicherheit sorgt ein rund um die Uhr anwesender Security-Dienst. Die Sozialbetreuung der Flüchtlinge wird der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. übernehmen.

Außerdem steht den Geflüchteten eine große Freifläche zur Verfügung, dort richtet sich auch das Verpflegungsunternehmen ein.

Hintergrund

Zurzeit gibt es in der Kraichgaumetropole 804 Plätze für Asylbewerber und Flüchtlinge. Sie verteilen sich auf die Gemeinschaftsunterkünfte im Fohlenweideweg (424 Plätze) und in der Steinsbergstraße (ehemalige Bodenseewasserversorgung, 120 Plätze) sowie auf Wohnungen in der Alten Waibstadter Straße (60 Plätze) und im ehemaligen Gebäude des Landwirtschaftsamtes und des Vermessungsamtes in der General-Siegel-Straße (200 Plätze). 

sag/ Rhein-Neckar-Kreis

Quelle: Mannheim24

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