Nach Erdbeben in Speyer

Die Erde bebt mehrmals die Woche – ab wann Du eine Erschütterung spürst!

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Die Salierbücke Speyer. (Symbolbild) 

Speyer - Im Oberrheingraben bei Speyer bebt am 2. Februar die Erde. Die Erschütterung ist jedoch kaum zu spüren. Aber warum?

Update 6. Februar 19:30 Uhr: Nach dem Erdbeben in Speyer wundern sich viele Anwohner, warum sie gar nichts gemerkt beziehungsweise gespürt haben. Wir haben bei Prof. Dr. Georg Wieber vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz nachgefragt, warum das so war. 

In der Regel spürt man Erdbeben ab einer Magnitude (Maß für die Spürbarkeit von Erdbeben) von 2, bei sehr flachen Erdbeben auch ab Magnitude 1,3. Das Beben in Speyer fand allerdings in 26 km Tiefe statt, daher wurde es nicht verspürt“, erklärt Wieber. 

Mehrmals pro Woche komme es in deutschen Erdbebenzonen – darunter zählt auch Rheinland-Pfalz – zu kleineren Erdbeben. „In Rheinland-Pfalz sind in der Größenordnung von etwa einem Dutzend Beben pro Jahr spürbar“, erzählt er weiter. 

Für die Sicherheit vor und während Erschütterungen kümmere sich der Landeserdbebendienst. „Die hier registrierten Daten fließen in diverse technische Bauvorschriften des Hoch-und Tiefbau sowie den Betrieb von industriellen Anlagen ein. Weiter werden relevante Erdbebenereignisse an das Lagezentrum des im Innenministerium ansässigen Katastrophenschutzes sowie über automatisierte Meldungen an die Presse gemeldet“, so Wieber. 

Leichtes Erdbeben im Oberrheingraben bei Speyer!

Erstmeldung 3. Februar, 12:24 Uhr: Der Erdbebendienst Südwest registriert die Erschütterung am Samstagabend um 21:55 Uhr mit einer Stärke von 2,0. Die Geräte des Europäisch-Mediterranen Seismologischen Zentrums (EMSC) ermitteln eine Stärke von 2,2. Demnach ereignet sich der Erdstoß in einer Tiefe von 40 Kilometern.

Bei der Polizei seien keine Meldungen dazu eingegangen, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen mit. 

Der Oberrheingraben gilt als seismisch besonders aktive Zone in der ansonsten verglichen mit anderen Erdregionen eher stabilen Eurasischen Platte. Im Jahr 1356 zerstörte ein Beben große Teile von Basel.

Mehr zum Thema: 

Am 29. Januar erschüttert ein Erdbeben Polkowice nordwestlich von Breslau (Wroclaw) mit einer Stärke von 4,6 die Erde. Einige Bergleute werden durch das Beben in einer Mine verschüttet

dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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