Wie konnte es dazu kommen?

Zugunglück in Mannheim – Der Tag danach

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Fragende Blicke bei den Spezialisten der Unfalluntersuchungsstelle: Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

Gegen 21 Uhr am Freitagabend ereignete sich circa 200 Meter vor dem Hauptbahnhof Mannheim ein schweres Zugunglück, als ein Güterzug mit einem Eurocity kollidierte. Nun kümmern sich Spezialisten der Bundespolizei um die Unfallstelle.

Hupende Taxis, reger Reiseverkehr, hektische Pendler. Knapp zehn Stunden nach dem Zugunglück Mannheim scheint es, als ginge das Leben am Bahnhof wieder seinen gewohnten Gang. Von dem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und THW ist heute fast nichts mehr zu sehen. Lediglich eine Handvoll Streifenwagen und Busse der Bundespolizei stehen an der Absperrung in der Heinrich-von-Stephan-Straße (auf Höhe der Diskothek "Suite"). Doch dahinter tut sich der Blick auf die Katastrophe vom Freitagabend auf. Kaum zu glauben, dass hier niemand ums Leben kam!

Wir sind froh, dass es keine Toten gab

Ein Arbeiter der Feuerwehr vor der entgleisten Führerkabine des Güterzugs.

Zahlreiche Spezialisten der Bundespolizei untersuchen die Unfallstelle. Unter den geschäftigen Beamten finden sich auch mehrere Experten der Unfalluntersuchungsstelle. Als diese mit fragenden Blicken die umgekippten Waggons des Eurocity stehen, scheint ihnen die gleiche Frage durch den Kopf zu gehen wie dem Rest der Metropol-Region: Wie konnte nur zu diesem Unglück kommen? Mit dieser Frage wollen sich die Beamten der Bundespolizei nun beschäftigen. "Wir sind zufrieden mit den bisherigen Ermittlungen, alle arbeiten unter Hochdruck. Bis Montag rechnen wir mit dem Abschluss der Untersuchungen", so Bundespolizei-Einsatzleiter Görgen gegenüber MANNHEIM24.

"Aufgrund der geringen Geschwindigkeit der beiden einfahrenden Züge kam es zum Glück nicht zu tödlichen Verletzungen", so Görgen weiter.

Der Tag nach dem Zugunglück in Mannheim

Am Vormittag kam es zum Einsatz eines Polizeihubschraubers, der Luftbilder von der Unfallstelle machte, um sich ein besseres Bild von dem Unglück machen zu können, aber auch, um der noch ungeklärten Ursache für den Zusammenstoß auf den Grund zu gehen.

Klar ist zu diesem Zeitpunkt wohl nur, dass der Güterzug, der von Duisburg nach Sopron in Ungarn unterwegs war, um 20.51 Uhr dem Eurocity schräg in die Seite fuhr. Die Aussagen über die Verletzten variieren: Laut Feuerwehr gäbe es 40 Leichtverletzte und fünf Schwerverletzte. Außerdem seien 18 Passagiere des Eurocitys 216 ins Krankenhaus geliefert worden. Die Bahn sprach dagegen von 35 verletzten Reisenden und vier Schwerverletzten. In Lebensgefahr befinde sich jedoch keiner der Passagiere.

Mit circa 230 Mann waren Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und Notdienste an der Unfallstelle. Für alle Passagiere wurde ein Bus-Notverkehr eingerichtet, außerdem wurden Taxigutscheine verteilt. Für einen Taxifahrer aus Mannheim war die Schicht erst um halb vier morgens zu Ende, da einer der gestrandeten Passagiere ins 180 Kilometer entfernte Trier musste. "Eigentlich hatte ich gerade Schichtende, aber ich wollte die Leute da nicht einfach so stehen lassen. Die haben schon genug mitgemacht an dem Tag", so der Taxifahrer gegenüber MANNHEIM24.

Nach der Entgleisung des Eurocity 216 im Hauptbahnhof Mannheim sind drei Gleise noch teilsweise gesperrt. Dadurch kommt es zu Umleitungen und Teilausfällen im Regional- und Fernverkehr. Alles weitere dazu hier.

rob

Quelle: Mannheim24

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