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„Cold Case“ aus Stuttgart: Polizei löst neun Jahre alten Vergewaltigungsfall

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Von: Daniel Hagen

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Stuttgart - Nach einer Vergewaltigung im Jahr 2013 bleiben die Ermittler an dem Fall dran – und zwar mit Erfolg. Neun Jahre später wird der mutmaßliche Täter endlich verhaftet.

Wenn nach einem schweren Verbrechen der Täter scheinbar spurlos verschwunden ist und die Ermittlungen nirgendwo hinführen, schwindet die Hoffnung bei Opfern und Ermittlern. Wie groß ist Chance, einen Mörder oder Vergewaltiger noch Jahre später aufzuspüren, damit er seine gerechte Strafe erhält? Wie viele dieser sogenannten „Cold Cases“ es in Deutschland gibt, ist nicht bekannt. Doch manchmal passiert es auch, dass ein solcher Fall gelöst wird – wie jetzt in Stuttgart.

Verhaftung in Stuttgart: Polizei löst neun Jahre alten Vergewaltigungsfall

Das schreckliche Verbrechen findet im Dezember 2013 statt. Ein Mann soll damals eine Prostituierte vergewaltigt haben. Nachdem die Beiden erst einvernehmlichen Geschlechtsverkehr in einem Auto auf einem Stuttgarter Parkplatz haben, soll der Unbekannte die Frau mit einem Messer bedroht und sich anschließend an ihr vergangen haben. Auch ihren Lohn nimmt er einfach mit. Glücklicherweise gelingt der heute 45-Jährigen mit dem Auto die Flucht. Von dem Täter, der ebenfalls flieht, fehlt danach jede Spur.

Neun Jahre lang ermitteln die Beamten der Kriminalpolizei Stuttgart, bis jetzt der Durchbruch gelungen ist. Über einen DNA-Treffer kann ein 45-Jähriger als mutmaßlicher Täter identifiziert werden. Er wird am Donnerstag (1. Dezember) in seiner Wohnung in Stuttgart festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. Dieser bestätigt den Haftbefehl, wodurch der Mann in ein Gefängnis gebracht wird.

„Cold Cases“ in Deutschland: Polizei ermittelt bei schweren Verbrechen weiter

Immer wieder gelingt es den Ermittlern, alte „Cold Cases“ zu lösen. Dabei helfen oft neue Errungenschaften der Technik. Manchmal ist es aber auch nur Glück. So wie in Offenbach, wo nach 15 Jahren die Knochen eines Vermissten in einem Waldstück gefunden werden. Auch durch Medien können neue Hinweise in unaufgeklärten Kriminalfällen auftauchen, wie zum Beispiel bei einem 28 Jahre alten Mordfall, der bei der Serie „Aktenzeichen XY“ gezeigt worden ist. (pol/dh)

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