Eskalation nach Unfall

Polizisten erschießen Schwert-Angreifer in Stuttgart: Rätsel um Verletzungen der Mutter

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Polizisten erschießen Schwert-Angreifer

Stuttgart - Nach den tödlichen Schüssen auf den Schwert-Angreifer ist eine wichtige Zeugin noch immer nicht vernehmungsfähig. Dabei könnte die Mutter des Mannes wichtige Erkenntnisse liefern:

  • Dramatische Eskalation nach Unfall in Stuttgart
  • Unfallverursacher bedroht Polizisten mit Schwert und wird erschossen
  • Mutter des Toten nicht vernehmungsfähig

Update vom 4. Januar: Die wichtigste Zeugin bei den Ermittlungen zu den tödlichen Polizei-Schüssen auf einen bewaffneten Angreifer ist weiter nicht vernehmungsfähig. Die Mutter des erschossenen Mannes werde in einer psychiatrischen Einrichtung betreut, sagt ein Sprecher der Polizei. Die Herkunft einer Wunde an ihrem Kopf gebe weiterhin Rätsel auf. Die Angaben der 60-Jährigen seien wichtig, um die Vorgeschichte der für ihren Sohn tödlichen Begegnung in Stuttgart zu beleuchten. „Aber wir müssen abwarten“, sagt der Sprecher. Die Obduktion des Leichnams habe ergeben, dass der Mann eindeutig durch die Schüsse der Polizisten gestorben sei.

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Stuttgart: Polizisten erschießen Schwert-Angreifer – „Eskalation der Gewalt“

Update vom 3. Januar um 13:31 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf einen 32-jährigen Mann in Stuttgart, werden zwei Polizeibeamte psychologisch betreut. Bei dem Vorfall am 28. Dezember ist der 32-Jährige nach einem Verkehrsunfall vom Unfallort geflüchtet und wurde dabei von zwei Polizisten gestellt. Als diese ihn aufforderten stehenzubleiben, zückte der Mann ein Schwert und bedrohte damit die beiden Beamten. Die Polizisten sollen dann versucht haben, den Mann mit Pfefferspray zu stoppen – doch als dies keine Wirkung zeigte, feuerten beide Polizisten ihre Schusswaffen und töteten den Mann. Ersten Ermittlungen zufolge war der Schwert-Angreifer psychisch krank.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart der Deutschen Presse Agentur (dpa) bekannt gibt, werden die betroffenen Polizisten psychologisch betreut. Zwei hauptamtliche und mehrere nebenamtliche Mitarbeiter kümmern sich jetzt um die Polizistin und ihren Kollegen. Ein Sprecher der Polizei Stuttgart sagt: „Das ist eine Ausnahmesituation. Viele Kollegen erfahren sie glücklicherweise nie in ihrer Laufbahn. Ich hoffe, dass ich das selbst nie erlebe.

Eine furchtbare Tat ereignet sich in Stuttgart: Eine junge Touristin wird mehrfach von einem Mann vergewaltigt. Einmal ganz in der Nähe eines Spielplatzes.

Stuttgart: Schwert-Angreifer von Polizisten auf offener Straße erschossen

Update vom 29. Dezember um 10:57 Uhr: Nach der tödlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Polizisten und einem psychisch kranken Schwert-Angreifer (32) in Stuttgart, meldet sich jetzt die Deutsche Polizeigewerkschaft zu Wort. Ralf Kusterer, der Vize-Bundesvorsitzende und Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, fordert, dass Polizisten mit einem Distanz-Elektroimpulsgerät (Taser) ausgestattet werden: „Zwischen der Hiebwaffe, dem Pfefferspray und der Schusswaffe fehlt der Polizei ein wichtiges und aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft unverzichtbares Einsatzmittel.“ 

Die Deutsche Polizeigewerkschaft nennt den Vorfall in Stuttgart eine „Eskalation der Gewalt auf den Straßen“ und fordert jetzt, dass Polizeistreifen mit einem Taser ausgestattet werden, um solche Vorfälle zu reduzieren. Polizisten hätten oftmals keine Alternative, als von ihrer Schusswaffe Gebrauch zu machen, so die Polizeigewerkschaft. „Immer mehr hat es dabei die Polizei mit psychisch Kranken, alkoholisierten oder drogenabhängigen Menschen zu tun. In einigen Fällen kommt es zum Gebrauch der Schusswaffe. Aber vor allen Dingen, weil uns auch andere Möglichkeiten fehlen.“ 

In Stuttgart ist nach einem Verkehrsunfall am Samstag (28. Dezember) ein 32-jähriger Autofahrer auf zwei Polizisten losgegangen. Der Mann war psychisch krank und war mit einem Schwert bewaffnet. Als die Beamten den wahnhaften Mann nicht mit Pfefferspray bändigen konnten, haben sie ihn auf offener Straße erschossen.

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Stuttgart: Schwert-Angriff nach Verkehrsunfall – Polizei erschießt psychisch Kranken

Update um 13:09 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, sind die Ermittlungen nach dem Vorfall in Stuttgart vorangeschritten. Der 32-Jährige soll nach Angaben des Polizeipräsidium Ludwigsburgs demnach Serbe gewesen sein und zum Tatzeitpunkt „unter dem Eindruck einer psychischen Erkrankung“ gestanden haben. Die Beifahrerin konnte als Mutter des 32-Jährigen identifiziert werden. Die 69-Jährige wurde verletzt aufgefunden und wird daher in einer Klinik stationär versorgt. Wie sie sich ihre Verletzungen zuzog, ist noch nicht bekannt.

Außerdem bestätigt die Polizei, dass der Mann mit einem Schwert bewaffnet war und „er die Beamten bedrohte und auf sie zuging“. Die Ansage der Beamten, das Schwert niederzulegen, habe der Mann nicht befolgt, weshalb die Polizisten versuchten den Mann mit Pfefferspray zu überwältigen. Als dies nicht funktioniert, zogen beide Beamten ihre Schusswaffen und schossen mehrmals auf den 32-Jährigen. Wenig später erlag der 32-Jährige seinen Verletzungen in einer Stuttgarter Klinik. Am Sonntag (29. Dezember) findet die Obduktion des 32-Jährigen statt. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung im Zollernalbkreisfand die Polizei weitere Waffen. Darunter zwei Gaspistolen, eine Armbrust und ein weiteres Schwert.

Stuttgart: Mann greift Polizisten mit Schwert an

In Stuttgart-Vaihingen spielen sich in der Nacht zum Samstag (28. Dezember) brutale Szenen auf offener Straße ab. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart bekannt gibt, ist gegen 00:40 Uhr ein 32-jähriger Autofahrer mit einem silberfarbenen Kleinwagen unterwegs, als er „aufgrund seiner unsicheren Fahrweise“ auffällt. Nachdem der Autofahrer mehrere Verkehrseinrichtungen und eine Gebäudewand streift, prallt das Auto gegen eine Litfaßsäule und kommt zum Stehen. Als die Polizei eintrifft, sehen die Beamten, wie sich der Autofahrer und seine mutmaßliche Beifahrerin vom Autowrack entfernen und flüchten wollen. Doch als die Beamten die beiden Flüchtigen ansprechen, eskaliert die Situation – und das auf offener Straße in Stuttgart.

Stuttgart: Mit „schwertähnlichen Gegenstand“ auf Polizei los

Nach Angaben der Polizei zückt der Mann einen „schwertähnlichen Gegenstand mit einer ca. 70 cm langen Klinge“ und geht damit auf die Polizeibeamten los. Zuerst sollen die beiden Polizisten versucht haben, den Angreifer mit Pfefferspray zu stoppen – doch als dies keine Wirkung zeigt, greifen beide Polizisten zur Schusswaffe und eröffnen das Feuer. Der Angreifer wird dabei schwer verletzt und erliegt wenig später in einem Stuttgarter Krankenhaus. Was mit der Beifahrerin passiert, ist noch ungeklärt.

Stuttgart: Polizei erschießt Mann mit Schwert nach Fahrerflucht

Warum der Mann heute Nacht bei seiner Chaos-Fahrt durch Stuttgart ein Schwert dabei hat und damit auf Polizeibeamte losgeht, ist noch ungewiss. Aktuell ist die Spurensicherung am Tatort, um den Tatvorgang zu ermitteln und mögliche Hinweise zu suchen. Bisher sind die Hintergründe des Falls aus Stuttgart noch völlig unbekannt.

Der Fall weckt Erinnerungen an den „Schwert-Killer“, der Stuttgart im Juli 2019 in Angst und Schrecken versetzte. Damals ist ein junger Mann mit einem Schwert auf seinen ehemaligen Mitbewohner losgegangen und hat ihn dann auf offener Straße hingerichtet.

Polizei erschießt Mann – Schusswaffengebrauch im Einsatz

Der Statistik zufolge schossen Polizisten im Jahr 2018 seltener auf Menschen als im Jahr davor – nämlich 56 Mal und somit rechnerisch alle sechseinhalb Tage. Was die Statistik für das Jahr 2019 bringt, zeigt sich in den nächsten Tagen. Doch nicht nur Stuttgart wurde in der letzten Zeit von solchen Fällen erschüttert. In Mannheim haben vor zwei Wochen (15. Dezember) Polizisten einen Mann im Stadtteil Waldhof erschossen, weil er sie mit einem Messer bedrohte. Für das Jahr 2017 hatte die Polizei Hochschule noch 75 Fälle von „Schusswaffengebrauch gegen Personen“ gezählt, wobei 14 Menschen getötet und 39 verletzt wurden. Die Polizeigewerkschaften GdP und DPolG wiesen darauf hin, trotz zunehmender Gewalt gegen Polizisten griffen diese nicht häufiger zur Dienstwaffe.

pol/mw/dpa

Quelle: Mannheim24

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