Drei Bundesländer beteiligt

Kriminelle „auf Tour“: Große Kontrollaktion auf Autobahnen!

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Länderübergreifende Kontroll-Aktion auf Autobahnen (Symbolfoto)

Südhessen - Um überregional agierende Einbrecher zu schnappen, arbeiten Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zusammen. Die großangelegte Kontroll-Aktion auf Autobahnen der Region: 

Am Donnerstag sind Polizeikräfte aus den drei Bundesländern reisenden Einbrechern auf der Spur. Im Rahmen der ganztägigen Kontrollen stehen besonders die Hauptverkehrsrouten auf den südhessischen Autobahnen – vor allem A5 und A67 – im Fokus. Vor allem überregional agierende Tätergruppen nutzen diese Hauptverkehrsrouten im Länderdreieck, um auf Einbruchstour zu gehen. 

Die Bilanz der Kontrollen

Die Zivilfahnder kontrollieren am Donnerstag insgesamt 51 Fahrzeuge und 111 Personen. Vier Verdächtige werden vorläufig festgenommen. Die Ermittler schnappen dabei sogar einen wegen einem laufenden Ermittlungsverfahren gesuchten Kriminellen.

Insgesamt zehnmal erstatten die Fahnder Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Urkundenfälschung und verkehrsrechtlicher Verstöße.

Auf dem Weg zum Drogen-Kauf geschnappt?

Auf dem Parkplatz einer Tank- und Rastanlage der A67 kontrollieren die Polizisten beispielweise einen geparkten Opel Corsa, besetzt mit einem 24-jährigen Fahrer und seiner 19-jährigen Begleiterin. Schnell stellt sich heraus, dass die Kontrollierten bereits wegen Eigentums- und Drogendelikten einschlägig polizeibekannt sind. Führerscheine und Identitätskarten der beiden sind gefälscht. Bei der Durchsuchung des Autos finden die Ordnungshüter dann rund 1.600 Euro in Bar, eine geringe Menge Marihuana sowie weitere Utensilien, die den Verdacht erhärten, dass sich das Duo auf einer „Drogenbeschaffungsfahrt“ befindet. Die Beiden müssen die Polizisten zur Wache begleiten und sehen nun einem Strafverfahren entgegen.

Gegen einen 52-jähriger Opel-Fahrer erstattet die Polizei außerdem Anzeige, weil er keinen gültigen Führerschein besitzt und unter Drogeneinfluss steht. 

Schließlich kontrollieren die Fahnder vier Männer zwischen 21 und 31 Jahren und ihren blauen Mercedes. Versteckt unter der Rücksitzbank finden die Beamten Werkzeug, das üblicherweise bei Einbrüchen benutzt wird.

„Auch wenn den Kontrollierten insgesamt keine Bezüge zu aktuellen Straftaten zugeordnet werden konnten, dürften die intensiven Kontrollen aber wesentlich zur Verunsicherung der Kriminellen beigetragen haben“, so die Polizei am Freitag. 

Die länderübergreifenden Kontrollen werden im Rahmen der Sicherheitskooperation der drei Bundesländer zukünftig weiter fortgesetzt.

pol/kab

Quelle: Mannheim24

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