Polizei stoppt Autofahrer jetzt mit „Yelp“ und „Flasher“

Mit US-Jaulton auf Verkehrssünder-Jagd

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Das klingt nach Hollywood: Wenn die Polizei im Südwesten in Zukunft Autofahrer zum Anhalten bringen will, setzt sie auf einen schrillen US-Jaulton. Aber, keine Sorge: Das Tatütata bleibt erhalten.

Schriller Ton, zusätzliches rotes Blitzlicht, grellgelbe Signalfolie - die Streifenwagen der Polizei im Südwesten sollen ab sofort mehr auffallen. Ziel sei vor allem die verbesserte Sicherheit der Beamten, begründete Innenminister Reinhold Gall in Stuttgart die Umrüstung der ersten knapp 650 Einsatzfahrzeuge. 

Sollen einzelne Autofahrer aus dem Verkehr gezogen werden, können jetzt landesweit der an Hollywood-Filme erinnernde, schrille Jaulton „Yelp“ und das rote Blitzlicht „Flasher“ auf dem Dach eingesetzt werden. Blaulicht und Martinshorn mit „Tatütata“ bedeuten weiter: Bahn frei machen. Tests hätten bewiesen, so Gall, dass die Polizei mit den beiden unterschiedlichen Signaltönen den Autofahrern besser klar machen könne, was sie von ihnen will. 

Der „gellende Schrei“, englisch „Yelp“, und der rote Blitz „Flasher“ werden in diesen Tagen bei 2.200 Streifenwagen freigeschaltet. In der Praxis fährt die Polizei hinter den Wagen, der aus dem Verkehr gezogen werden soll, lässt den „Flasher“ aufblitzen, kombiniert mit dem Schriftzug „Stopp - Polizei“. Reagiert der Autofahrer auf diese optischen Signale nicht, etwa weil er nicht in den Rückspiegel schaut, kommt „Yelp“ zum Einsatz. Erbarmungslos - denn diesen neusten Schrei der Polizei kann man nicht überhören. 

In Hessen oder Nordrhein-Westfalen wird diese Technik bereits eingesetzt. Eine Hörprobe gibt es im Internet unter www.polizei-bw.de.

dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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