1. Heidelberg24
  2. Region

Tödlicher Angriff in Illerkirchberg: Verdächtiger gesteht Bluttat an Mädchen (†14)

Erstellt:

Von: Teresa Knoll

Kommentare

Illerkirchberg - Der Beschuldigte gesteht den Messer-Angriff an einem der Mädchen, das in der Folge starb. Das Motiv für die Bluttat bleibt jedoch weiterhin unklar.

Die Bluttat an den beiden Mädchen erschüttert nicht nur die Gemeinde bei Ulm, sondern sorgt bundesweit für Entsetzen: Zwei Mädchen, eine 13-Jährige und eine 14-Jährige werden auf dem Schulweg in Illerkirchberg (Baden-Württemberg) aus heiterem Himmel von einem Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Eines der beiden stirbt später in der Klinik. Nun hat der mutmaßliche Täter sich geäußert.

Tödlicher Messer-Angriff in BW: Verdächtiger von Illerkirchberg gesteht

Der Verdächtige im Fall des Messerangriffs in Illerkirchberg legt ein Geständnis ab: Er habe mehrfach mit einem Messer auf ein Mädchen eingestochen. Das teilen am Dienstag das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Das Motiv für die Tat bleibt jedoch weiterhin unklar. Aus ermittlungstechnischen Gründen könnten dazu vorerst noch keine Angaben gemacht werden, so die Behörden.

Der 27 Jahre alte mutmaßliche Täter, ein Asylsuchender aus Eritrea, wurde demnach bereits am 5. Januar vernommen. Zuvor hatte er geschwiegen. Nun räumt er die Tat ein und gibt außerdem an, die beiden Mädchen zuvor nicht gekannt zu haben. Die Angaben stimmen laut Polizei mit den Ergebnissen der Spurenauswertung überein. So seien am Tatmesser, mit dem die Tat mutmaßlich begangen wurde, DNA-Spuren der getöteten 14-Jährigen als auch des Beschuldigten festgestellt worden.

Bluttat von Illerkirchberg: Vorwurf des Mordes und versuchten Mordes

Auch sei DNA der 14-Jährigen an der Kleidung des Mannes gefunden worden. Bei dem Messerangriff war am 5. Dezember das 14-jährige Mädchen schwer verletzt worden und später in einer Klinik gestorben. Die 13 Jahre alte Freundin des Opfers wurde ebenfalls schwer verletzt. Sie konnte das Krankenhaus laut Polizei jedoch mittlerweile verlassen.

Der mutmaßliche Täter befindet sich in Untersuchungshaft in einem Gefängniskrankenhaus. Ihm werden Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Den Behörden sei der Mann, der sich seit 2016 in Deutschland aufhält, zuvor nicht durch Gewalttaten bekannt gewesen, heißt es.

Kerzen und Blumen stehen am Tatort in Illerkirchberg, an dem am Tag zuvor zwei Mädchen von einem Mann mit einem Messer angegriffen wurden.
Kerzen und Blumen stehen am Tatort in Illerkirchberg. © Bernd Weißbrod/dpa

Tödlicher Messer-Angriff in BW: Bluttat sorgt bundesweit für Entsetzen

Die Tat erschüttert nicht nur die betroffene Gemeinde, sondern sorgt bundesweit für Entsetzen und auch ein Aufflammen politischer Debatten. Die Eltern der beiden Mädchen rufen dazu auf, die Tat nicht für Hetze zu instrumentalisieren. Dem schließen sich viele Politiker an. Die Polizei appelliert, aufgrund der Tat in Illerkirchberg keinen „Generalverdacht gegen Fremde ... zu hegen“.

Es gibt jedoch auch Kritik an der deutschen Asylpolitik. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl spricht sich dafür aus, bestimmte Täter abzuschieben. Wer als Geflüchteter in dem Land, das ihm Schutz gewähre, einen Menschen ermorde und einen weiteren Menschen schwer verletze, habe sich dafür entschieden, in diesem Land nicht bleiben zu wollen, sagt Strobl. (dpa/resa)

Auch interessant

Kommentare