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Rhein-Neckar-Kreis: Rund 500 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen – „Kraftakt“

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Von: Fabienne Schimbeno

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Weinheim/Schwetzingen – Für die vorläufige Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge sind kurzfristig zwei Kreissporthallen hergerichtet worden. Nach alternativen Unterkünften wird gesucht:

Der Krieg in der Ukraine hält weiter an. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht. Um für die durch das Regierungspräsidium Karlsruhe zugewiesenen Flüchtlinge vorläufig Platz zu schaffen, haben haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer am Donnerstag (17. März) und Freitag (18. März) kurzfristig zwei Kreissporthallen beim Zentrum Beruflicher Schulen in Weinheim und Schwetzingen hergerichtet. Nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten wird gesucht:

RegionRhein-Neckar-Kreis
RegierungsbezirkKarlsruhe
Einwohner548.233 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche1.062 km²
LandratStefan Dallinger (CDU)

Weinheim/Schwetzingen: Rund 500 Ukraine-Flüchtlinge vorläufig in Sporthallen untergebracht

Erst Mitte vergangener Woche waren die ersten geflüchteten Menschen aus der Ukraine dem Rhein-Neckar-Kreis für die vorläufige Unterbringung zugewiesen worden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis von Sonntag (20. März) hervor. Am Wochenende soll dann alles „Schlag auf Schlag“ gegangen sein.

Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, sind am Samstag (19. März) und Sonntag (20. März) bereits die ersten Busse in Schwetzingen und Weinheim angekommen. Bis zum späten Abend sollen die Geflüchteten aus dem Ankunftszentrum in Heidelberg vor die dortigen Kreissporthallen gebracht worden sein. Rund 200 Geflüchtete seien derzeit in Schwetzingen und Weinheim jeweils untergebracht. Hinzu kämen 140 Personen aus der Ukraine, die in Gemeinschaftsunterkünften (GUK) vorübergehend Obdach gefunden hätten.

Kreissporthalle in Weinheim
Rund 200 geflüchtete Menschen aus der Ukraine sind in der Kreissporthalle in Weinheim aufgenommen worden. © Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Helfer richten Sporthallen in Schwetzingen und Weinheim für Ukraine-Flüchtlinge her

In einem „Kraftakt“ hätten die haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer am Donnerstag und Freitag in Weinheim rund 250 und in Schwetzingen 200 Betten und Spinde in den Kreissporthallen aufgebaut. Zudem musste für die komplette Logistik (Sicherheitsdienst, Essensverpflegung, Testmöglichkeiten etc.) gesorgt werden. Auch in Mannheim werden Ukraine-Flüchtlinge in einem Pfarrhaus untergebracht.

Am Samstag seien in Schwetzingen rund 30 Mitarbeitende des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz gewesen. „Wir sind intensiv auf der Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten und versuchen, die Menschen so schnell wie möglich in die Anschlussunterbringung in den Kommunen zu vermitteln, aber in der gegenwärtigen Lage ist eine andere Lösung so kurzfristig nicht machbar“, wird Landrat Stefan Dallinger in der Pressemitteilung des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis zitiert.

Städte suchen nach alternativen Unterkünften – Weinheimer OB sichert Hilfe zu

Dallinger habe sich am Sonntag in der Kreissporthalle Weinheim zusammen mit dem Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. „Sofern der Kreis unsere Unterstützung benötigt, steht die Stadt Weinheim selbstverständlich bereit“, sicherte Just schnelle und unbürokratische Hilfe zu.

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz appellierte zudem an die Bürgerinnen und Bürger, Schutzsuchende in privatem Wohnraum aufzunehmen. Für die Rettung ukrainischer Vierbeiner sorgte zuletzt die Tierrettung Rhein-Neckar: Diese ist mit beispiellosem Engagement vorgegangen und hat insgesamt 156 Katzen und 104 Hunde an der Grenze in Sicherheit gebracht. (fas/PM)

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