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BW-Verordnung: 2G noch im Oktober – hier müssen Ungeimpfte bald draußen bleiben

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Von: Marten Kopf

Baden-Württemberg: Ab Mitte Oktober soll fürs Ländle eine neue Corona-Verordnung gelten. Für Ungeimpfte bedeutet das voraussichtlich weitere Einschränkungen.

Bereits im Sommer haben Experten für die kälteren Jahreszeiten eine mögliche vierte Coronawelle prognostiziert. Totz aller Warnungen und einem kostenlosen Impfangebot für alle, holen sich zunehmend weniger Menschen die wichtige Spritze ab. Stand 8. Oktober meldet Das Robert-Koch-Institut für Baden-Württemberg eine Impfquote von 63,3 Prozent – Tendenz immer langsamer steigend. Eine Herdenimmunität ist so vorerst nicht in Sicht.

Nun ist es soweit: Der Herbst ist da und die Temperaturen fallen allmählich. Damit gehen erfahrungsgemäß steigende Corona-Fallzahlen einher. Entsprechend strikt geht die Politik gegen den drohenden Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen vor. Nicht nur müssen Ungeimpfte ab Montag, den 11. Oktober, ihre Corona-Tests aus eigener Tasche bezahlen, ebenfalls für Mitte Oktober hat die Landesregierung für Baden-Württemberg wiederum eine neue Corona-Verordnung angekündigt – deren Maßnahmen könnte für Impfmuffeln besonders schmerzhaft ausfallen.

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Aus 3 mach 2

Bisher gilt in Baden-Württemberg das sogenannte 3G-Modell. Heißt: Zutritt zu Veranstaltungen haben Menschen, die entweder gegen eine Corona-Infektion geimpft oder davon genesen sind. Personen, die nicht zu dieser Gruppe gehören, müssen einen negativen Antigen- bzw- PCR-Test vorweisen. Eine neue Verordnung könnte das aber nun ändern. Aus 3G soll künftig 2G werden – damit müssten Ungeimpfte draußen bleiben, Test hin oder her.

Zugleich sollen größere Veranstaltungen wieder ohne Maskenpflicht und Abstandsregeln erlaubt sein – jedoch nur, wenn ausschließlich Geimpfte und Genesene zugelassen sind. Schon heute setzen viele Veranstalter die 2G-Regel auf freiwilliger Basis um; und es werden immer mehr. Was derzeit nur hier und da freiwillig umgesetzt wird, könnte womöglich schon ab kommender Woche zur Pflicht werden.

Corona-Verordnung ab Mitte Oktober: Das droht Impfmuffeln

Aber damit nicht genug, denn im November kommt es noch dicker. Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen Nicht-Geimpften spätestens ab dem 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Ausgenommen sind nur Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können. Wer schlicht nicht will, schaut in die Röhre. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schon am 22. September mehrheitlich in einem Beschluss verständigt.

Für Impfmuffel bedeuten diese potenziellen Maßnahmen ganz konkret:

Dessen ungeachtet weist der Bundesgesundheitsminister Vorwürfe, wonach ein Impfzwang durch die Hintertür eingeführt werden soll, zurück: „Ob man sich impfen lässt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung, aber die Entscheidung, die man trifft, hat auch Folgen für die Menschen um einen herum“, so Jens Spahn bei einer Bundestagssitzung im August. (mko)

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