1. Heidelberg24
  2. Region

Ungeimpfte in Quarantäne: Entscheidung gefallen! Keine Bezahlung ab November

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marten Kopf

Berlin - Ab November soll es bei Verdienst-Ausfall keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte in Quarantäne geben. Das haben die die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen.

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf verständigen sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch (22. September) mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Länder Bremen und Thüringen enthielten sich demnach bei der Abstimmung. Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Bei den Beratungen der Minister ging es um eine bundesweit einheitliche Linie. Erste Länder hatten bereits jeweils für sich
entschieden, dass Nicht-Geimpfte bald keinen Entschädigungsanspruch mehr haben sollen. In Baden-Württemberg etwa gilt eine solche Regelung schon seit Mitte September.

Ungeimpfte in Quarantäne: Impfmuffel erhalten keine Lohn-Fortzahlung

Das Bundesinfektionsschutzgesetz (IfSG) sieht dies auch schon vor, wenn eine Quarantäne hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt. Da inzwischen auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, soll dies nun umgesetzt werden.

Grundsätzlich haben Beschäftigte, die wegen einer Quarantäne-Anordnung zu Hause bleiben müssen, in den ersten sechs Wochen Anspruch auf Lohnersatz durch den Staat in voller Höhe, ab der siebten Woche noch in Höhe von 67 Prozent. Arbeitnehmer müssen sich um nichts kümmern und bekommen ihr Geld weiterhin direkt vom Arbeitgeber, der es sich bei der zuständigen Behörde erstatten lassen muss. Erst ab der siebten Woche müssen Arbeitnehmer die Entschädigung selbst beantragen.

Ungeimpfte in Quarantäne: Keine Entschädigung ab 1. November – mit dieser Ausnahme

Diese Regelung soll nun spätestens ab 1. November für nicht geimpfte Menschen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, nicht mehr gelten, wenn sie als Kontaktpersonen von Corona-Infizierten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet im Ausland in Quarantäne müssen und nicht zur Arbeit dürfen. Für vollständig Geimpfte gelten in der Regel keine Quarantäne-Anordnungen

Der Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Das bundesweit geltende Gesetz legt ganz klar fest: Wer sich bewusst nicht impfen lässt, obwohl es keine medizinischen Hindernisse dafür gibt und durch die Impfung eine Quarantäne hätte vermeiden können, hat bei einer Quarantäne keinen Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung.“ Wer selbst erkranke - was übrigens ja auch mit Impfung in manchen Fällen möglich sei - bekommt natürlich weiterhin sein Geld vom Arbeitgeber, wie bei jeder anderen Krankheit auch. (dpa/mko)

Auch interessant

Kommentare