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Universitätsklinikum Heidelberg: Auf Frühchen-Station – resistenter Keim entdeckt

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Von: Teresa Knoll

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MRSA-Bakterien sind resistent gegen bestimmte Antibiotika
MRSA-Bakterien sind resistent gegen bestimmte Antibiotika © Armin Weigel/dpa

Heidelberg - Auf der Frühchen-Station wurden antibiotikaresistente Bakterien entdeckt. Keines der betroffenen Kinder ist in Gefahr, aber die Station hat Neuaufnahmen eingeschränkt.

Auf der Frühchenstation im Universitätsklinikum Heidelberg sind Bakterien entdeckt worden, die gegen Antibiotika resistent sind und bei immungeschwächten Personen Infektionen auslösen können. Acht Babys sind von den Keimen betroffen, eines ist erkrankt. Die Infektion ist aber bereits unter Kontrolle gebracht, wie das Uniklinikum in einer Pressemeldung mitteilt. Neuaufnahmen sind auf der Station im Moment dennoch eingeschränkt.

InstitutionUniversitätsklinimkum Heidelberg
Gründung1388
Mitarbeiter14.352 (2020)
Fachgebiete50

Universitätsklinikum Heidelberg: 8 Babys auf Frühchenstation von resistentem Keim betroffen

Die Bakterien, die zu einem Stamm von Tphylococcus aureus (MRSA) gehören, werden bei einer Routine-Untersuchung entdeckt. Bis zum 15. Juni sind 8 Frühgeborene davon betroffen. Allerdings handelt es sich bei 7 von ihnen um eine harmlose Besiedlung. Eines der Kinder ist bereits nach Hause entlassen worden. Auf der Frühchen-Station in Speyer waren fast 200 Babys Kontaktpersonen, da eine Pflegerin Tuberkulose hatte.

Bei einem Baby entwickelt sich durch die Bakterien eine Infektion. Diese können die Ärzte jedoch behandeln und unter Kontrolle bringen. Im Moment laufen noch umfangreiche Untersuchungsmaßnahmen, die unter der Aufsicht des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises stehen. Die Maßnahmen beinhalten Screenings und besonders strenge Hygienemaßnahmen in der Frühgeborenen-Intensivstation (FIPS).

Universitätsklinikum Heidelberg: Neuaufnahmen auf Frühchenstation beschränkt

Sicherheitshalber sind die Neuaufnahmen auf die Station eingeschränkt worden. Früh- und Neugeborene, die keinen kritischen Behandlungsbedarf haben, werden an umliegende Kliniken verwiesen. Die Notfallversorgung sehr kleiner Frühgeborener und kritisch kranker Neugeborener wird aber weiterhin im Perinatalzentrum durchgeführt.

Staphylokokken sind Bakterien, die bei vielen Erwachsenen die Nasenschleimhaut besiedeln und dabei keine Beschwerden hervorrufen. Bei immungeschwächten Menschen, wie Frühchen es auch sind, kann es zu einer Infektion kommen. MRSA-Keime sind gegen bestimmte Antibiotika resistent. Wenn dies jedoch bei der Behandlung berücksichtigt wird, können die Bakterien weiterhin therapiert werden. (PM/resa)

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