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Mit Veltenbummler vegan um die Welt

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Vegan und glücklich. Linda Sabin verzichtet komplett auf tierische Produkte egal ob beim Essen oder der Bekleidung.

Frankenthal - Ein Leben ganz ohne Fleisch, Fisch und alle tierischen Produkte – das klingt schwierig. Ist aber ganz leicht, wie uns Linda Sabin in ihrem Blog "V"eltenbummler beweist. 

Weder Fisch noch Fleisch und dann auch keine Eier und keinen Käse mehr: Früher wurden Veganer verlacht. Langweilige Ökos, die warten, bis das Obst von den Bäumen fällt. Das hat sich mit den Jahren jedoch ziemlich verändert.

Vegan lebt man jetzt nicht mehr irgendwo auf einem alternativen Bauernhof, sondern mitten in der Stadt, in den aufregendsten Metropolen der Welt. Der Verzicht auf Fleisch, Fisch und auch alle tierischen Produkte ist zum Lifestyle mutiert.

Das zeigt auch Linda Sabin, Veganerin, Bloggerin der Seite "V"eltenbummler und Reisebegeisterte. In ihren Beiträgen beschreibt die Frankenthalerin, dass es nicht schwer ist, sich bewusst vegan zu ernähren, ohne auf Vieles verzichten zu müssen oder gar zu verhungern.

In einem Interview hat sie HEIDELBERG24/MANNHEIM24 erklärt, worauf es bei der veganen Lebensweise ankommt und uns ihrer Arbeit als Bloggerin sowie ihrem Leben teilhaben lassen. Eine bewundernswerte Frau, von der man sich gerne mal eine (vegane) Scheibe abschneiden sollte!

Frau Sabin, seit drei Jahren leben Sie vegan. Wie wurden Sie zum ersten Mal auf die vegane Lebensweise aufmerksam? 

Um ehrlich zu sein, weiß ich das gar nicht mehr so genau. Ich habe seit 1998 kein Fleisch mehr gegessen, weil ich nicht wollte, dass wegen mir Tiere sterben müssen. Aber vor drei Jahren habe ich dann angefangen, im Internet zu recherchieren, und ich erfuhr, dass auch für Milchprodukte und Eier jährlich viele Tiere getötet werden. Da war ich erst einmal baff. Und da war mir klar, dass ich das nicht mehr unterstützen will.
Klar hatte ich auch erst mal die typischen Vorurteile, zum Beispiel, dass man dann nichts mehr essen kann. Aber als ich festgestellt habe, dass es auch vegane Schokolade gibt und man zum Backen nicht unbedingt Milch und Eier benötigt, war es für mich eine klare Sache, dass ich ab sofort vegan leben will.

Gestaltet sich die vegane Lebensweise auf Reisen als schwierig? 

Ich persönlich empfinde es nicht als schwierig, da ich mich gerne intensiv auf meine Reisen vorbereite und außerdem ein sehr kommunikativer Mensch bin. Und zur Not kann man sich ja auch auf Reisen selbst verpflegen. Reisen hat viel mit Offenheit und Toleranz zu tun und das Gleiche gilt auch fürs Essen. 
Ich gehe generell freundlich und offen auf Menschen zu und genau so kommt es dann auch meistens zurück. Außerdem sind die meisten Restaurants sehr bestrebt, ihre Gäste glücklich zu machen. Und es mag einige vielleicht überraschen, aber in den meisten Ländern gibt es landestypische Gerichte, die keine tierischen Zutaten benötigen wie zum Beispiel in Italien die allseits beliebten Spaghetti mit Tomatensoße – dann aber eben ohne Käse. Oder Antipasti aus Gemüse, das in Olivenöl eingelegt wurde. Im Nahen Osten werden zum Beispiel Falafel (frittierte Bällchen aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen) und Hummus (püriertes Kichererbsen-Sesam-Mus) angeboten

Seit etwa zwei Jahren sind Sie als vegane Bloggerin aktiv und zeigen Ihren Lesern, wie leicht es sein kann, sein Leben und insbesondere das Essverhalten alternativ zu gestalten. Wie kamen Sie auf die Idee, einen Blog über den Veganismus zu schreiben? 

Nachdem ich die Entscheidung getroffen habe, keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren, ist mir erst mal bewusst geworden, dass ich ja in Kürze nach Dubai in Urlaub fliegen würde. Und nachdem ich ein paar Wochen gebraucht hatte, um einigermaßen durchzublicken, was für heimische Supermarktprodukte für mich in Frage kommen und wie ich veganes Essen zuhause zubereiten kann, stand ich vor einer neuen Herausforderung: im Ausland vegan zu essen. 

Ich habe viel im Vorfeld recherchiert und alles lief überraschenderweise gut. Zirka zwei Monate später war ich dann in Paris und das gestaltete sich schon etwas kniffliger. Aber auch dort musste ich nicht verhungern, ich habe im Internet ein paar vegetarische Restaurants gefunden und sogar einen Laden, der vegane Cupcakes anbietet. 

Einige meiner veganen Facebook-Freunde haben mich daraufhin gefragt, ob ich nicht so etwas wie einen veganen Reiseführer schreiben möchte und da war die Idee geboren. Geschrieben habe ich auch schon immer gerne und von daher habe ich gleich mit Eifer angefangen, meine gesammelten Reiseerfahrungen aufzuschreiben. Und es macht mir riesigen Spaß! Reisen, gutes Essen und mich hinterher mit meinen Lesern darüber austauschen, das ist genau mein Ding.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Lesern? 

Da kommt eigentlich nur Positives. Einige sind dankbar für die Tipps, andere lesen einfach gerne mit, weil sie das Thema interessant finden oder durch meine Reiseberichte kurz dem Alltag entfliehen können. 

Sie reisen gerne und viel und zeigen auf, dass veganes Leben überall möglich ist. Wie sieht es in unserer Region aus? 

Mannheim ist mittlerweile ein richtiges Paradies für Veganer. Es gibt zwar nur ein rein veganes Restaurant, aber viele Locations bieten sowohl "normales Essen" als auch Veggie-Gerichte an. Das ist besonders toll, wenn man mit nicht-veganen Freunden essen gehen möchte. 

Meine Favoriten sind etwa der "Familienbetrieb" – supertolle Burgerauswahl! – oder das vietnamesische Restaurant "Saigon". Das vegetarische Lokal "Kombüse" im Jungbusch liebe ich auch sehr, das Essen ist spitze und nicht teuer und die Leute dort sind meganett. 

Auch Heidelberg hat einiges zu bieten wie das "Volkano" oder das "mahlzeit.hd" und viele mehr. Und in meinem Heimatort Frankenthal besuche ich gerne das italienische Restaurant "Da Toni" oder esse den leckeren Marktsalat mit gegrillten Champignons im "Brauhaus zur Post". 

Verschiedene Online-Magazine und Blogs listen einen Überblick über vegane Restaurants in der Umgebung auf. Wer Interesse hat, sollte in ein solches Portal mal reinschauen. Es gibt da wirklich ein großes Angebot. 

Gibt es etwas, das man beachten sollte, wenn man seine Essgewohnheiten auf vegane Ernährung umstellen möchte? 

Man darf sich selbst nicht allzu sehr unter Druck setzen und sich auch am Anfang kleine Fehler zugestehen. Nobody’s perfect und aller Anfang ist schwer. 

Aber es gibt viele tolle Blogs im Internet und auch reichlich Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigen, dort bekommt man alle Antworten, die man braucht. Außerdem sollte man sich ein paar Gleichgesinnte suchen. Es gibt zum Beispiel bei Facebook diverse Gruppen, die regelmäßige Stammtische anbieten, wo man sich austauschen kann. Dort erfährt man auch, wenn wieder mal ein veganer Brunch in der Nähe stattfindet – auch in Mannheim und Heidelberg.

Was ist Ihr liebstes veganes Gericht? 

Das ist schwer zu beantworten, ich kann mich da nicht festlegen. Ich mag sehr gerne asiatisches Essen wie japanisches Gemüse-Sushi, vietnamesische Sommerrollen, thailändisches Gemüse-Curry und vieles mehr. Aber auch Burger, Pizza oder Döner. Und ich stehe auf Süßes wie Kuchen, Kekse oder Schokolade. 
Ja, das geht alles natürlich auch vegan!


Ihr führt auch einen erfolgreichen Blog und wollt gerne mal bei uns vorgestellt werden? Dann meldet euch unter redaktion24@headline24.de. Wir freuen uns drauf euch und euer Projekt kennenzulernen!

mk

Quelle: Mannheim24

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