Eine der ältesten Buchen des Waldes

Ach du grüne Neune! Greenpeace übt scharfe Kritik an Forstamt

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Die Organisation Greenpeace übt scharfe Kritik am Forstamt. Das Bild zeigt eine Demonstration vom Mai wegen einer gefällten Fledermaus-Eiche.

Viernheim - Eine der ältesten Buchen des Waldes fällt – und Greenpeace ärgert sich grün und blau. Jetzt nimmt sich die Naturschutz-Organisation das Forstamt zur Brust. Der Grund:

Ach du grüne Neune! Greenpeace Mannheim-Heidelberg ist mächtig sauer. Wie die Naturschutzorganisation in einer Pressemitteilung erklärt, habe das Forstamt des Viernheimer-Lampertheimer Waldes eine der dort ältesten Buchen gefällt.

Die Reste der alten Buche. Die Markierungen stehen angeblich für die Verkaufsabsicht.

Angeblich aus Verkehrssicherheitsgründen“, so Greenpeace weiter, welches die Richtigkeit der Aussage in Frage stellt. Außerdem: Habe man „wie schon bei den vorherigen Fällungen alter, großer Bäume (...) auch diesmal keine unabhängige Expertise eingeholt.“ Eine naturverträgliche Alternative habe man somit nicht einmal in Erwägung gezogen.

Nicht das erste Mal protestieren die Naturschützer.

Informiert habe man die Untere Naturschutz-behörde (UNB): „Diese verzichtete trotz des Alters des Baums und damit der Bedeutung für die Ökologie auf eine Begutachtung vor der Fällung.“ Zumindest Teile des gefällten Baums werde man – entgegen der Aussage des Forstamtes, der Baum wurde nicht zum Zwecke der Holznutzung gefällt – verkaufen, behaupten die Naturschützer. Belegen würde dies die entsprechende Kennzeichnung an dem Baum, der zum Abtransport bereit liegt.

Das zuständige Forstamt war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

pm/gs

Quelle: Mannheim24

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