4.000 Fahrzeuge kontrolliert 

Auf Todesstrecke A6: Polizei auf Raserjagd!  

+
Am Donnerstag führt die Verkehrspolizei auf der A6 4.000 Geschwindigkeitsmessungen durch. (Symbolbild) 

Viernheim - Immer wieder kommt es auf der A6 zu tödlichen Unfällen. Seit Juli hat die Polizei Maßnahmen ergriffen um dem ein Ende zu setzen. Unter anderem auch eine Raser-Kontrolle am Donnerstag!

Die Polizei versucht seit Juli mit allen Mitteln für mehr Sicherheit auf der A6 zu sorgen. Immer wieder fahren Lkw dort auf Stauenden auf und verursachen so tödliche Unfälle.  

Zum einen wurde zwischen dem Viernheimer Autobahndreieck und der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer für Autos und 60 Stundenkilometer für Lkw über 7,5 Tonnen gesenkt, zum Anderen werden seit Juli regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Seitdem 

>>>August: Kontrolle auf ‚Todesstrecke‘ A6: 626 Verstöße in vier Stunden! 

Auch am Donnerstag (12. Oktober) geht die Polizei auf Raserjagd: Zwischen 8:00 Uhr und 12:30 Uhr führen  Beamte des Verkehrsdienstes des Polizeipräsidiums Südhessen wieder umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen durch.

In viereinhalb Stunden wird die Geschwindigkeit bei über 4.000 Fahrzeuge gemessen. 427 Autofahrer überschreiten die höchstzulässige Geschwindigkeit von 60 km/h für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen beziehungsweise 100 km/h für sonstige Fahrzeuge.

188 Autos wurden mit bis zu 20 km/h zu schnell gemessen. Die Fahrer erwartet nun ein Verwarnungsgeld bis maximal 30 Euro. Auf 100 Fahrzeugführer kommt eine Anzeige mit Punkten in Flensburg zu. 13 davon droht sogar ein Fahrverbot, weil sie mit mehr als 41 Stundenkilometern zu schnell unterwegs waren.

Unrühmlicher Spitzenreiter ist ein Autofahrer mit 160 km/h! Ihm drohen nun ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

Bei den Fahrzeugen über 7,5 Tonnen misst die Polizei 52 Geschwindigkeitsüberschreitungen im Verwarnungsgeldbereich. 72 Lkw-Fahrer erwartet eine Anzeige, weil die Geschwindigkeitsüberschreitungen mehr als 16 km/h betragen.

Zwei Busfahrer werden dabei mit einer Geschwindigkeit von 98 km/h gemessen. Erlaubt sind aber nur 60 km/h. Den beiden Busfahrern droht ein einmonatiges Fahrverbot.

Neun Lkw und ein Busfahrer mit ausländischer Zulassung werden wegen der Geschwindigkeitsüberschreitungen sofort angehalten. Ein weiterer Brummifahrer wird beim Hantieren mit seinem Handy erwischt. Zur Sicherung der Ordnungswidrigkeitsverfahren werden in diesen Fällen Sicherheitsleistungen in einer Höhe von insgesamt knapp 1.700 Euro erhoben. Daneben werden bei drei Lkw-Fahrern Verstöße gegen die Lenk-und Ruhezeiten festgestellt.

Die Geschwindigkeitsmessungen der Polizei auf der A6 werden, teils kombiniert mit Abstandsmessungen, fortgesetzt.

Seit der Einführung der Maßnahmen sind auf der der Strecke Viernheimer Autobahndreieck in Richtung Mannheim keine Toten mehr zu beklagen. Jedoch wurden bei Unfällen seitdem zwei Personen schwer und fünf Personen leicht verletzt. In der Gegenrichtung kommt es erst im September wieder zu einem tödlichen Unfall. 

Auf A6 in Transporter gekracht – Autofahrer (†29) tot!  

pm/kp

Quelle: Mannheim24

Mehr zum Thema

Kommentare