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Vitali Klitschko dankt Neckargemünd – Feuerwehrfahrzeug an Ukraine gespendet

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Von: Fabienne Schimbeno

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Neckargemünd - Die Stadt hat ein altes, ausrangiertes Löschfahrzeug an die Ukraine gespendet. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ist dankbar für die Hilfe aus Deutschland:

Mehr als 50 Tage dauert der Krieg in der Ukraine mittlerweile an. Die Lage ist prekär. Russland weitet seine Attacken im Donbass aus, in Mariupol senden ukrainische Verteidiger Appelle an die Welt und bitten um Evakuierung. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko steht seit Stunde 1 für sein Land ein. In einem Interview mit RTL fordern er und sein Bruder Wladimir mehr Waffen, bedanken sich gleichzeitig aber auch für die Hilfe aus Deutschland, die unter anderem auch aus Neckargemünd kommt:

StadtNeckargemünd
BundeslandBaden-Württemberg
LandkreisRhein-Neckar
Einwohner13.987 (Stand: 31. Dezember 2008)
Fläche26,15 km²

Neckargemünd spendet Löschfahrzeug an Ukraine – Klitschko dankt der Stadt

„Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für die Unterstützung bei allen Freunden, die diese Feuerwehrfahrzeuge zu uns gebracht haben“, sagt Vitali Klitschko zu Beginn des Interviews. Im Hintergrund stehen mehrere Löschfahrzeuge, eines davon hat das Kennzeichen NGD 4-41, ein Feuerwehrauto aus Neckargemünd bei Heidelberg also.

„Wir brauchen das besonders in dieser Zeit, in der es meine Mission als Bürgermeister ist, das Leben der Menschen zu schützen“, so Klitschko im RTL-Interview. „Wir schätzen das sehr und werden es niemals vergessen“, bedankt er sich weiter.

Löschfahrzeug-Spende an Ukraine: Verantwortliche nehmen 18 Stunden Fahrt auf sich

Wie die Rhein-Neckar-Zeitung am Mittwoch (20. April) berichtet, hat die Stadt Neckargemünd das 33 Jahre alte, ausrangierte Löschfahrzeug an die ukrainische Hauptstadt gespendet statt es zu versteigern. Der Transport wurde von drei Mitgliedern der Feuerwehr in Waldhilsbach, einem Stadtteil von Neckargemünd, übernommen.

Nach 18 Stunden Fahrt konnte der Wagen an einem Ort in Polen an Helfer aus Kiew übergeben werden. Diese kümmerten sich dann um den Weitertransport durch das Kriegsgebiet in die ukrainische Hauptstadt.

„Zeichen für Solidarität“: Neckargemünds Bürgermeister lobt Löschfahrzeug-Spende an Ukraine

„Wir sehen, wer echte Freunde der Ukraine sind“, sagt Vitali Klitschko im Interview mit RTL. Neben dem Löschfahrzeug aus Neckargemünd wurden noch acht weitere Feuerwehrfahrzeuge aus Deutschland an die Ukraine gespendet. Der Transport und die Organisation sei laut Informationen der Rhein-Neckar-Zeitung über die Initiative #WeAreAll Ukrainians und die Hilfsorganisation @fire erfolgt.

„Wir setzen mit der Spende ein Zeichen für die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine“, hatte Neckargemünds Bürgermeister Frank Volk laut RNZ-Bericht betont. Dennoch: Die Ukraine benötigt mehr: Mehr Waffen, mehr Unterstützung. „Jeder muss verstehen, wir verteidigen nicht nur uns – wir verteidigen euch. Wir wissen nicht, wie die weiteren Pläne von Russland sind“, erklärt Vitali Klitschko im Interview mit RTL.

„Wir sind im Krieg“: Klitschko-Brüder appellieren an Hilfe Deutschlands

Stimmen zufolge sei es Russlands Ziel, das sowjetische Reich wieder aufzubauen. „Und ein Teil von Deutschland war auch ein Teil davon. Sie dürfen das nicht vergessen“, mahnt Klitschko weiter.

„Wir sind im Krieg“, ergänzt sein Bruder Wladimir. Mit Fäusten könne man sich nicht schützen, so der Profiboxer. Man bräuchte dafür Waffen. „Denn mit den Waffen wird auch ermordet. Während wir reden, passiert das gerade in Mariupol“, erklärt Wladimir Klitschko weiter. In Ludwigshafen wurden zuletzt 488 Ukraine-Flüchtlinge registriert. In Mannheim wurde zudem eine neue Erstanlaufstelle errichtet. Der Software-Riese SAP will sich aus Russland zurückziehen. (fas)

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