16 Tote und Dutzende Verletzte

Neuer Vulkanausbruch befürchtet – Polizei will Tote dennoch von White Island bergen

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Rettungskräfte auf der Vulkaninsel White Island.

Karlsruhe - Nach dem Vulkanausbruch auf White Island steigt die Zahl der Todesopfer. Vier Deutsche unter den Verletzten. Rätselraten um Ehepaar aus Baden-Württemberg:

  • Vulkanausbruch auf White Island in Neuseeland
  • Inoffiziell 16 Tote – Dutzende Verletzte, darunter auch vier Deutsche
  • Rätselraten um deutsches Ehepaar aus Baden-Württemberg

Update vom 12. Dezember: Die neuseeländische Polizei will am Freitag (13. Dezember) die mutmaßlich acht Todesopfer von der Vulkaninsel White Island bergen. Das gibt ein Polizeisprecher am Donnerstag (12. Dezember) in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Noch immer wird ein erneuter Ausbruch des aktivsten Vulkans befürchtet. 

Vulkan auf White Island ausgebrochen: Dutzende Tote und Verletzte

 Bei der Eruption des beliebten Touristenvulkans sind am Montag (9. Dezember) nach inoffiziellen Zahlen 16 Menschen gestorben. Dutzende weitere wurden schwer verletzt. Mehrere von ihnen schweben weiter in Lebensgefahr. Insgesamt 21 Menschen wurden am Donnerstag wegen teils schlimmer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt. Den Gesundheitsbehörden zufolge sind 16 davon in einem „kritischen Zustand“.

Die Gefahr eines neuen Ausbruchs ist Experten zufolge immer noch nicht gebannt. In den vergangenen Tagen wuchs jedoch der Druck von Angehörigen, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wird, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwunden sein könnten. Das Auswärtige Amt geht derzeit davon aus, dass sich keine Deutschen unter den Toten befinden. Nach wie vor gibt es Rätselraten um ein Ehepaar aus Karlsruhe, dass laut „Guardian“ zu den Vermissten zählt.  

Nach Vulkanausbruch in Neuseeland – Rätselraten um Ehepaar aus Baden-Württemberg

Grundtext vom 11. Dezember 2019: Nach dem verheerenden Ausbruch von Neuseelands gefährlichstem Vulkan ist die Touristeninsel White Island eine Todeszone: Wegen der Gefahr neuer Eruptionen bleibt die Insel 50 Kilometer vor der Küste im Pazifik weiter gesperrt. Während des Ausbruchs des Vulkans am Montag waren laut neuseeländischer Polizei auch vier Deutsche auf oder in unmittelbarer Nähe der Insel. Unter den auf der Insel Vermissten soll auch ein Ehepaar aus Karlsruhe sein. Das berichtet „The Guardian“.

Vulkanausbruch auf White Island: Ehepaar aus Baden-Württemberg vermisst

Eine Bestätigung von den Behörden bleibt allerdings aus. Das Auswärtige Amt gehe derzeit davon aus, „dass sich vier deutsche Staatsangehörige unter den Verletzten befinden.“ Es gebe keine Hinweise auf deutsche Todesopfer, so das Ministerium: „Unsere Botschaft in Wellington bemüht sich weiterhin mit Hochdruck um Aufklärung und steht dazu in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort.“ Über den Gesundheitszustand der deutschen Urlauber gibt es derzeit keine Informationen.

Den Bergungsteams gelang es auch am Mittwoch (Ortszeit) nicht, die vermutlich noch acht Toten von der Insel zu holen. Die Leiterin des nationalen Zivilschutzes, Sarah Stuart-Black, sprach von einer „höchst tragischen Situation“, nicht nur für die Hinterbliebenen. Bei dem Ausbruch am Montag kamen nach einer bisherigen inoffiziellen Bilanz 14 Menschen ums Leben. Mehrere Inselbesucher schweben in Lebensgefahr. Am Mittwoch wurden noch insgesamt 30 Verletzte wegen ihrer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt.

Vulkanausbruch ins Neuseeland: Keine Hoffnung auf Überlebende

Die Polizei hat schon länger keine Hoffnung mehr, auf der Insel noch Überlebende zu finden. Polizei-Vize John Tims sagte, seine Leute stünden bereit, auf White Island zu gehen. Derzeit sei es aber zu gefährlich. Nach Angaben des Geoforschungszentrums GNS liegt die Gefahr neuer Eruptionen bei mehr als 50 Prozent. 

Der Arzt Peter Watson sagte, die Verletzten seien dringend auf Hilfe angewiesen. Die meisten würden künstlich beatmet. Bei einigen seien 90 bis 95 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Die Hälfte der 47 Inselbesucher stamme aus Australien. Andere kamen aus China, den USA und Großbritannien.

dpa/rmx

Quelle: Mannheim24

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