Schneller Fahndungserfolg

Waghäusel: Mann (54) ins Gleisbett gestoßen – Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Waghäusel – Ein Mann wird ins Gleisbett am Bahnhof gestoßen und von einem Zug erfasst. Nun verkündet sich die Staatsanwaltschaft einen Fahndungserfolg: Zwei Tatverdächtige befinden sich in U-Haft.

  • Am Bahnhof in Waghäusel (Baden-Württemberg) kommt es am Dienstagabend (28. Juli) zu dramatischen Szenen.
  • Ein Mann wird von einem Unbekannten ins Gleisbett gestoßen – zur gleichen Zeit fährt ein Zug ein.
  • Die Polizei Karlsruhe nimmt die Ermittlungen auf und kann schnell zwei Tatverdächtige festnehmen.

Update vom 30. Juli: Nach dem versuchten Tötungsdelikt am Bahnhof Waghäusel befinden sich zwei Verdächtige in U-Haft! Wie die Staatsanwaltschaft bekanntgegeben hat, sind bereits am vergangenen Dienstag (28. Juli) zwei Tatverdächtige ermittelt und am folgenden Mittwoch in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber vorläufig festgenommen worden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um ein aus Syrien stammendes Bruderpaar im Alter von 22 und 25 Jahren.

Der 25-Jährige soll das 54-jährige Opfer körperlich angegriffen und in das Gleisbett gezogen sowie in der Folge am Versuch gehindert haben, das Gleisbett am Bahnhof Waghäusel wieder zu verlassen. Der 22-Jährige soll währenddessen den Tatort abgesichert und die Tat auf diese Weise gefördert haben.

Zeugen sollen die Ermittler auf die Spur der Tatverdächtigen gebracht haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen können die Ermittlungsbehörden den Tatverdacht weiter erhärten. Das Opfer befindet sich inzwischen auf dem Wege der Besserung und ist vernehmungsfähig. Nach Aussagen der Polizei hat der Mann angegeben, ohne erkennbaren Grund unvermittelt angegriffen worden zu sein.

Waghäusel: Mann (54) ins Gleisbett gestoßen – Polizei nennt erschreckende Details

Update vom 29. Juli: Nach dem schrecklichen Vorfall am Bahnhof in Waghäusel, ist die Identität des Opfers nun geklärt. Es handelt sich um einen 54-jährigen Deutschen aus Karlsruhe. Laut Polizei ist der Mann, nachdem er von seinem Angreifer ins Gleisbett gestoßen wurde, bei dem Versuch gehindert worden, wieder auf den Bahnsteig zu gelangen. Trotz Notbremsung ist er von einem herannahenden Güterzug erfasst und schwer verletzt worden. Der 54-Jährige befindet sich nicht in Lebensgefahr, jedoch erleidet er eine Oberschenkelfraktur, diverse weitere Knochenbrüche sowie eine tiefe Fleischwunde.

Die Polizei Karlsruhe sucht weiterhin nach dem unbekannten Täter sowie seinem Begleiter. Dieser ist etwa im gleichen Alter wie der Angreifer und ungefähr 1,80 Meter groß. Hat ebenfalls kurzes Haar und eine orientalische Erscheinung. Er trägt einen dunklen Trainingsanzug und weiße Schuhe.

Die beiden Personen laufen kurz nach der Tat vom Bahnhofsgelände in Richtung Waghäusel-Eremitage. Die ersten Fahndungsmaßnahmen mit insgesamt 20 Streifenwagenbesatzungen und zwei Polizeihubschraubern, darunter fünf Streifen und ein Hubschrauber der Bundespolizei, verlaufen am Dienstagabend ergebnislos.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Kriminalkommissariat Bruchsal führen die weiteren Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts und bitten um Zeugenhinweise zum Tatgeschehen und den beiden beschriebenen Männern. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon 0721 666-5555 entgegen.

Erstmeldung: Mann wird in Gleise gestoßen – zur gleichen Zeit nähert sich ein Zug

Meldung vom 28. Juli: Ein schrecklicher Vorfall ereignet sich am Dienstag (28. Juli) in Waghäusel (Landkreis Karlsruhe). Wie die Polizei am späten Abend berichtet, wird ein Mann von einem bislang unbekannten Täter ins Gleisbett geschubst. Zur gleichen Zeit nähert sich ein Zug. Das Opfer wird von der Bahn erfasst und schwer verletzt. Die Beamten fahnden nun mit Hochdruck nach dem Angreifer, der vom Bahnhof geflüchtet ist.

Waghäusel: Unbekannter stößt Mann ins Gleisbett – Zug erfasst ihn

Laut der Polizei Karlsruhe sehen Zeugen, wie die beiden Männer gegen 18 Uhr am Bahnhof in Waghäusel in einen Streit geraten. Der Täter stößt dabei sein Opfer ins Gleisbett. Zwar versucht der Geschädigte noch sich zu retten, jedoch erfasst ihn in diesem Moment ein Zug. Während Ersthelfer zu dem verletzten Mann eilen, ergreift der Täter die Flucht.

Mit schweren Verletzungen wird der Mann, bei dem bislang die Identität noch unklar ist, per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei wird über den Vorfall in Waghäusel informiert und rückt sofort aus. Sie lässt den Bahnhof und die Bahnstrecke vorübergehend sperren. Die Kriminaltechnik Karlsruhe beginnt dann mit der Spurensicherung am Tatort, wie MANNHEIM24* berichtet.

Waghäusel: Polizei sucht Gleis-Schubser – Hoffnung auf Zeugenhinweise

Gleichzeitig starten die Beamten eine großangelegte Fahndung mit 20 Streifenwagen und zwei Hubschraubern. Der Gesuchte ist etwa 1,85 Meter groß und hat kurze Haare. Er trägt zum Tatzeitpunkt komplett schwarze Kleidung, wohl ein Jogginganzug der Marke Nike. Er trägt außerdem eine grüne OP-Maske und hat laut Zeugenaussagen ein orientalischen Ausssehen.

Kein Einzelfall: Auch in Nordrhein-Westfalen wird im Jahr 2019 eine Junge Frau gezielt vor einen einfahrenden Zug gestoßen.

Weitere Hintergründe zur Tat liegen nicht vor. Die Kripo Karlsruhe nimmt die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts auf. Zeugen, die vor allem zum Täter und seinem Fluchtweg Hinweise geben können, sollen sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0721 666-5555 melden. pol/jol *MANNHEIM24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Guido Schulmann/tv-niederrhein/dpa

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