Bei Hauptversammlung in Mannheim

Nach Kritik um hohe Managergehälter: So reagiert die SAP 

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SAP geht nach Kritik an Vorstandsvergütung auf Aktionäre zu.

Walldorf/Mannheim - Nach der Kritik um die Managergehälter will der Softwareriese SAP für mehr Transparenz und Klarheit sorgen. Damit geht er einen Schritt auf die Aktionäre zu:

Nachdem es im vergangen Jahr für SAP viel Kritik hagelte, hat nun der Softwarekonzern reagiert. Damals entfachte eine Debatte um die Vorstandsvergütung, die nun laut dem Unternehmen transparenter seien. Auch das System der Managergehälter soll besser nachvollziehbar sein.

Man habe die Kritik sehr ernst genommen und den Dialog vor allem mit den institutionellen Anlegern gesucht, sagt Aufsichtsratschef Hasso Plattner am Donnerstag (17. Mai) bei der Hauptversammlung in Mannheim. Zudem berichte SAP nun offener und detaillierter über die Arbeit des Aufsichtsrats und erfülle seit Februar ohne Ausnahme die Vorgaben des Deutschen Corporate-Governance-Kodex für gute Unternehmensführung.

Zweistellige Millionen Gehälter

Grundsätzlich verteidigt Plattner erneut die hohen Gehälter für Vorstandschef Bill McDermott und die anderen Manager. „Die Vorstandsvergütung muss mit Blick auf unsere globalen Konkurrenten international wettbewerbsfähig sein", meint er. 

Für 2017 bekommt McDermott laut Geschäftsbericht knapp 13,2 Millionen Euro, von denen ein Großteil aber aus langfristigen Bestandteilen stammt, die sich unter anderem am Ergebnis und am Aktienkurs orientieren und erst mit Verzögerung ausgezahlt werden. 

SAP hat die Änderungen im Vergütungssystem bereits angekündigt. Die Aktionäre sollten am Nachmittag darüber abstimmen.

dpa/jol

Quelle: Mannheim24

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