Randale an Halloween

Teenies werfen Molotowcocktails: Neue Details bekannt!

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Neue Details zum Molotowcocktail-Vorfall in Walldorf (Symbolfoto)

Walldorf - In der Halloweennacht randalieren rund 40 Jugendliche in der Stadt: Sie werfen Molotowcocktails und verprügeln ein Ehepaar. Nun gibt die Polizei neue Einzelheiten bekannt:

+++UPDATE 5. September 2018: Drei Verdächtige müssen sich von Donnerstag (6. September) an vor der Jugendkammer des Landgerichts Heidelberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei 16 Jahre und einem 20 Jahre alten Angeklagten unter anderem versuchte Brandstiftung vor. Das Trio soll den Angaben zufolge Benzin gekauft und damit Molotow-Cocktails gebastelt haben.+++

+++ UPDATE (8. Dezember): Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat unter anderem wegen Landfriedensbruch gegen neun Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren Haftbefehl erlassen. Vier von ihnen sitzen seit 6. Dezember in U-Haft. 

+++ UPDATE (7. November): Die Ermittler haben bisher herausgefunden, dass ein Teil der Brandsätze mit leeren Flaschen der Marke ,Rapp' hergestellt wurden. Die Täter hatten in ihnen Benzin gefüllt. Höchstwahrscheinlich wurde das Leergut zuvor zum Abholen vor die Haustüren gestellt. Weitere Ermittlungen bezüglich der Hintergründe dauern noch an.

Hintergrund

Gegen 22 Uhr beginnen die Randale in Walldorf. Teenies werden dabei beobachtet, wie sie Molotowcocktails gegen das Rathaus und die Sambuga-/Schillerstraße geworfen haben. Ein Ehepaar, dass die Gruppe anspricht, wird sogar geschlagen. 

Neue Details der Ermittlungen

Die Brandexperten des Dezernates Kapitalverbrechen der Kriminalpolizei Heidelberg haben die Ermittlungen übernommen, da Verdacht der Brandstiftung besteht. Weitere Spuren von Glas- und Brandresten sind am Donnerstag (2. November) sichergestellt worden. 

Wie sich herausstellt, ist auch der Polizeiposten, der im Rathaus untergebracht ist, den Teenies zum Opfer gefallen. Sie haben einen Brandsatz gegen die Fensterfront geworfen.

Außerdem: In der Nacht zum Donnerstag ist der Schriftzug ,ACAB' (,All Cops Are Bastards') im Bereich des Polizeipostens und der sogenannten ,Sozialen Mitte' an der Sporthallentür gemalt worden. 

Dringend Zeugen gesucht

Zeugen sollen sich bei der Kripo (☎0621/174-4444) melden, insbesondere diejenigen, die während der Vorfälle anwesend waren und sich von den Aktionen distanzieren.

Immerhin: Laut der Polizei befindet sich das Ehepaar, das von den Jugendlichen angegriffen wurde, auf dem Weg der Besserung. 

pol/jol

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