Landgericht Mosbach

Prozess um erstochenen „Outlaws“-Rocker (†49)

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Der Angeklagte Zenel S. (43) mit seiner Anwältin.

Walldürn/Mosbach – Weil er einen Rocker der „Outlaws“ vor einer Kneipe mit einem Messer erstochenen haben soll, steht ein 43-Jähriger vor dem Landgericht Mosbach. Der Prozess:

Hohes Sicherheitsaufkommen und starke Polizei-Präsenz am Donnerstag vor und im Landgericht Mosbach.

Grund: Der Prozess wegen Totschlags gegen Zenel S. (43), der am 20. März 2014 einen Rocker der „Outlaws“ (dt. Gesetzlose) erstochen haben soll. War es Notwehr?

Erst nachdem die rund 45 Rocker den Metalldetektor (wie am Flughafen) passieren, dürfen sie in den Verhandlungssaal 101 – stets unter dem wachsamen Auge von bewaffneten Polizisten.

Die Bluttat

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen beim Prozess am Landgericht Mosbach.

Vor der tödlichen Messerattacke soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft gegen 22:30 Uhr in einer Kneipe in Walldürn auf einige „Outlaws“ des dortigen ‚Chapters‘ getroffen sein. 

Dort kommt es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen dem 49-jährigen Opfer und dem Angeklagten, woraufhin dieser zunächst die Kneipe verlassen haben soll.

Streitpunkt: Hat Zenel S. das Lokal extra nochmal verlassen oder handelt es sich um ein durchgehenden Vorfall?

Mit dem Messer in der Hand soll Zenel S. in der Tür gestanden haben, als sich Wirtin Doris W. schlichtend zwischen die Fronten stellt. „Kommt raus! Ich stech euch alle ab...“, ruft Zenel S. laut Aussage der Wirtin.

Schließlich kommt es zu einem Handgemenge mit Rocker Stefan R. (49), bei dem ihm S. ohne Vorwarnung mit einem Küchenmesser (Klingenlänge 11,5 Zentimeter!) die tödliche Stichverletzung zufügt.

Laut Gutachter muss Zenel S. zwei Mal mit großer Gewalt links in die Brust gestochen haben. Der untere Stich trifft dabei die Herzkammer – Stefan R. verblutet innerlich. 

Das Landgericht Mosbach.

S. entfernt sich vom Tatort und geht nach Hause, wo ihn das SEK festnimmt. Vor Gericht lässt er sein Geständnis verlesen, behauptet, dass er einige Schläge abbekommen habe und benommen gewesen sei.

Angeblich sollen Zenel S. und Stefan R. bereits vor der verhängnisvollen Tatnacht miteinander ‚Stress‘ gehabt haben.

Weil zwei geladene Zeugen nicht erscheinen, setzt der Vorsitzende Richter und Landgericht-Vizepräsident Dr. Alexander Ganter einen zweiten Prozesstermin an – am 18. Mai

lin

Quelle: Mannheim24

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