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Mannheim/Heidelberg: Wegen 2G-Regel! Dramatischer Umsatz-Einbruch im Weihnachtsgeschäft

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Von: Peter Kiefer

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Coronavirus - Einzelhandel in Norderstedt
Die 2G-Regel erweist sich für den Einzelhandel als Umsatz-Bremse im sonst so lukrativen Weihnachtsgeschäft. © Georg Wendt

Mannheim/Heidelberg – Ho-ho-hoffentlich klingelt‘s bald wieder in den Kassen! Der Handelsverband Nordbaden schlägt Alarm wegen des Umsatz-Einbruchs im Weihnachtsgeschäft:

Dramatische Nachricht vom sonst so lukrativen Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel. Demnach sind die Umsätze in der ersten Dezemberwoche weiter eingebrochen, wie der Handelsverband Nordbaden mit Sitz in Mannheim mitteilt. „Nach einem schwachen Auftakt des Weihnachtsgeschäfts führten die zum Samstag für den gesamten nicht privilegierten Handel geltenden 2G-Regelungen zu weiteren erheblichen Umsatzeinbußen“, mahnt Geschäftsführer Swen Rubel.

Diese Einschätzung werde nicht nur durch die aktuelle Trendumfrage des Handesverbands Deutschland (HDE) untermauert, sondern auch durch eigene Umfragen in Nordbaden und Baden-Württemberg.

Die schwachen Zahlen: Die Umsätze im nicht privilegierten Handel haben am 2. Adventssamstag (4. Dezember) durchschnittlich 26 Prozent unter den Umsätzen im Vorkrisenjahr 2019 gelegen. Alarmierend sei auch, dass der Vergleich zu 2020 sogar bei rund 75 Prozent der nordbadischen Händler schlechter ausgefallen ist. Unter 2G-Bedingungen seien die Besucherzahlen im Innenstadt-Handel im Durchschnitt um 41 Prozent gegenüber 2019 gesunken.

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Handelsverband fordert Fingerspitzengefühl von Corona-Kontrollbehörden

Hinsichtlich der ab Montag (6. Dezember) angekündigten Kontrollen fordert Vize-Präsident Sahin Karaasalan zudem Fingerspitzengefühl von den zuständigen Behörden: „Diese kurzfristige Änderung von Freitagabend auf Samstag ist für viele zentral gesteuerte Unternehmen kaum zu leisten, sie bietet datenschutzrechtliches Problempotenzial und auch die kurzfristige Ausstattung mit technischen Kontrollgeräten geht an der Realität vieler Betriebe vorbei.“

Aber die im Verband organisierten Händler seien sich ihrer großen Verantwortung bewusst und auch die Kunden würden sich beim Weihnachts-Shopping wesentlich entspannter fühlen, wenn sie merken, dass kontrolliert wird.

Mannheim/Heidelberg: 2G-Regel im Handel – Klagen angekündigt

Ein vom HDE in Auftrag gegebenes Gutachten ist zum Ergebnis gekommen, dass die 2G-Regel für den Einzelhandel zu einem nicht verhältnismäßigen Grundrechtseingriff führen. Deshalb haben bereits einige große Handelsunternehmen juristische Schritte gegen diese Regelung angekündigt.

„Wir fordern daher, auf jede weitere Verschärfung der 2G-Regel zu verzichten und die Wirtschaftshilfen so anzupassen, dass der Handel angemessen unterstützt wird“, appelliert Geschäftsführer Swen Rubel.

Für die erheblichen Grundrechtseingriffe bei den Handelsunternehmen seien im Infektionsschutzgesetz keine Entschädigungsleistungen vorgesehen. Da sie aber mit deutlich erhöhten Kosten für die Corona-Kontrollen und zusätzlich erheblich weniger Umsätze verbunden sind, müsse der betroffene Einzelhandel durch einen Schadensausgleich parallel zur Überbrückungshilfe unterstützt werden. „Dieser könne die nicht durch Überbrückungshilfe abgedeckten Schäden abfedern“, schließt sich Ruwel den HDE-Forderungen an. (PM/pek)

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