In Weingarten

Hornissenschwarm greift auf Stadtfest an und verletzt 18 Menschen!

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Hornissenschwarm verletzt in Weingarten 18 Menschen.

Weingarten - 18 Menschen sind bei einem Gemeindefest von einem Hornissenschwarm angegriffen und verletzt worden. 13 von ihnen mussten zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser:

Hornissen-Attacke bei Gemeindefest!

Bei einem Gemeindefest in Weingarten wurden am Sonntag (2. September) 18 Menschen von einem Hornissenschwarm angegriffen und verletzt. 13 von ihnen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus. 

Die Hornissen hätten die Besucher des „Wein-Wander-Tags“ ohne erkennbaren Grund attackiert. Es sei aber niemand in Lebensgefahr, Kinder wurden nicht verletzt. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. 

Hornissen eigentlich friedliche Tiere

Warum die Tiere so aggressiv wurden, war unklar. „Ich gehe davon aus, dass etwas vorgefallen ist“, sagte der Hornissen-Fachberater des Landratsamts, Thomas Lauber, am Montag in Weingarten. „Normalerweise sind Hornissen friedliche Tiere.“ 

Das Nest liege im Hohlraum eines Kirschbaums. Möglicherweise sei jemand zu nah an den Baum gekommen oder habe daran gerüttelt. Bei dem „Wein-Wander-Tag“ wandern Besucher von Weinstand zu Weinstand. „Ich gehe davon aus, dass der Angriff ein Vorspiel hatte oder dass die Tiere sich durch die Menge der Leute, die lauten Stimmen und das Gelächter, bedroht gefühlt haben.“ 

Hornissenschwarm verletzt in Weingarten 18 Menschen.

Der stellvertretende Hauptamtsleiter der Stadt, Patrick Nagel, kündigte an, dass weitere mögliche Stellen in der Nähe auf Nester geprüft werden sollten, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Hornissen stehen unter Naturschutz, das Zerstören ihrer Nester ist verboten. Im aktuellen Fall kann das Nest wegen seiner schwierigen Lage im Hohlraum des Baumes Lauber zufolge zudem nicht umgesiedelt werden. 

Er gibt aber Entwarnung: „Mit den ersten kalten Nächten im Oktober ist das Nest tot.“ Dann nämlich sterben Drohnen und Arbeiterinnen, wie er sagt, die Jungkönigin überwintert an einem anderen Ort. Zudem nutzten Hornissen alte Nester in der neuen Saison nicht mehr. An der Stelle dürfte also in den kommenden Jahren Ruhe sein.Den Bereich um das Nest soll nun niemand mehr betreten: Warnschilder sollen auf die Tiere hinweisen. 

Polizei ermittelt nicht

Für die Polizei ist der Fall nach Angaben einer Sprecherin abgeschlossen. „Wir können ja nicht gegen die Hornissen ermitteln.“ Dass gerade jetzt ein ganzer Hornissenschwarm unterwegs war, ist kein Zufall. „In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt“, teilte eine Sprecherin des Naturschutzbundes Nabu in Stuttgart mit. 

Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen; das Nest ist rund 60 Zentimeter hoch.“ Im aktuellen Fall dürfte der Schwarm Lauber zufolge auch deswegen so groß gewesen sein, weil die Tiere durch die Lage im Weingebiet viel Nahrung gefunden haben.

dpa/rmx

Quelle: Mannheim24

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