Opfer soll seine Familie zerstört haben

Nach Messer-Attacke auf Verkäufer (24): Täter in Psychiatrie

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Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen den Täter Antrag zum Landgericht Mannheim zur Durchführung des Sicherungsverfahrens gestellt (Archivfoto).

Weinheim/Mannheim - Im Oktober wird ein 24-jähriger Verkäufer in der Weinheimer Straße mit einem Messer angegriffen. Nun muss der Täter in ein psychiatrisches Krankenhaus:

Am 9. Oktober 2017 soll der 46-jährige Angeklagte Kaufinteresse in einem Geschäft in der Weinheimer Straße vorgetäuscht haben. Dort soll er dann mehrfach und unvermittelt von hinten mit einem mitgebrachten Messer auf einen 24-jährigen Angestellten eingestochen haben. Das Opfer kann fliehen, ein Zeuge kommt ihm zu Hilfe. Mit sechs Stichwunden im Bereich des Kopfes und des Oberkörpers muss der Verkäufer mehrere Tage lang stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Tatmotiv

Offensichtlich handelte der Beschuldigte in der wahnhaften Annahme, der Geschädigte habe seine Familie zerstört“, so die Staatsanwaltschaft Mannheim am Donnerstag (8. Februar) in einer Mitteilung.

Für die Staatsanwaltschaft handelt es sich bei der Tat um einen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung„Nachdem aufgrund derzeitiger gutachterlicher Bewertung die Schuldfähigkeit des Beschuldigten zur Tatzeit möglicherweise aufgehoben war, wurde Antrag auf Durchführung des sogenannten Sicherungsverfahrens gestellt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Angeklagte wird daher in eine Psychiatrie gebracht. Zur Tat hat sich der 46-Jährige nicht geäußert. 

pol/jol

Quelle: Mannheim24

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