OB nimmt Mitarbeiterin in Schutz

Kontroverse Diskussion losgetreten: Amt schickt Frau in Vollverschleierung weg

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Eine Frau wird von einer Weinheimer Stadt-Mitarbeiterin weggeschickt – weil sie vollverschleiert war. (Symbolbild)

Weinheim - Eine Mitarbeiterin der Stadt weißt eine muslimische Deutsche ab – wegen ihres Schleiers. Damit tritt sie eine äußerst kontroverse Diskussion los:

Mit dem Abweisen einer vollverschleierten Frau löst die  Weinheimer Stadtverwaltung eine Diskussion über die Akzeptanz des Gesichtsschleiers aus. 

Die deutsche Staatsbürgerin verweigert, beim Passamt der Kommune den Schleier abzulegen. Eine Mitarbeiterin weißt sie daraufhin ab, weil sie die Identität nicht klären kann. 

Auch zu einem Empfang im Rathaus wird die vollverschleierte Frau später nicht zugelassen. Ihr muslimischer Ehemann beschwert sich daraufhin bei der Stadt. 

In Internetforen wird der Fall kontrovers diskutiert. Oberbürgermeister Heiner Bernhard habe dem Ehepaar einen Brief geschrieben, sagt ein Sprecher der Stadt am Dienstag (10. April) der Deutschen Presseagentur. 

Darin habe der Ratsherr betont, dass es sich nicht um Diskriminierung handele. „Der Oberbürgermeister ist der Meinung: Der Islam gehört zu Deutschland, aber die Vollverschleierung nicht", so der Sprecher weiter. 

Die Passbehörde bietet an, in einem Nebenraum den Gesichtsschleier zu lüften, um die Identität zu klären. „Als Kommune würden wir uns hier mehr Klarheit vom Gesetzgeber wünschen“, so der Sprecher abschließend. 

dpa/gs

Quelle: Mannheim24

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