Einschreiten oder mich selbst schützen?

Wie verhalte ich mich richtig in Gewalt-Situationen?

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Wer kennt diese beiden brutalen Männer?

Weinheim/Metropolregion – Die Prügel-Attacke in der OEG schockiert die Region noch immer! Doch was tun, wenn man mal selbst Zeuge einer solchen Tat wird? Sechs Regeln der Polizei bei Gewalt-Situationen:

Die brutale Prügel-Attacke in der OEG auf einen couragierten Helfer (58) in der Nacht auf Sonntag (8. März), der zwei Mädchen zur Hilfe eilt und dabei selbst krankenhausreif geschlagen wird.

Der Vorfall hat die Bewohner der Metropolregion schockiert. Alleine unsere Facebook-Posts der Fahndungsfotos auf MANNHEIM24/HEIDELBERG24 haben zusammen über 520.000 Menschen erreicht.

Bislang rund 5.000 User teilten die Überwachungskamera-Bilder in ihrer Chronik – zwei Leser glauben sogar, die Täter erkannt zu haben und informieren die Polizei.

Doch nicht nur die Tat selbst hat für Aufregung gesorgt, sondern auch das Verhalten der mitfahrenden Passanten.

Schon traurig, die Bahn ist voll und keiner hilft“ oder „Die viiiiiielen Menschen, die zugeschaut und nicht GEHOLFEN haben, gehören auch alle bestraft“ – nur einige der erbosten Kommentare.

Doch jeder, der schon einmal selbst Zeuge einer Gewaltsituation wurde, weiß: Einschreiten ist oft leichter gesagt als getan. Und was dabei passieren kann, zeigte sich an jenem Abend in der Straßenbahn, denn das Opfer der Prügel-Attacke versuchte selbst helfend einzuschreiten, als seine späteren Angreifer zwei Mädchen verbal belästigten.

Für Zivilcourage sensibilisieren

Am 14. November 2014 führte das Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mit der Bundespolizei und den gemeinnützigen Präventionsvereinen „Sicheres Heidelberg e.V.“ und „Prävention Rhein-Neckar e.V.“ einen Aktionstag zum Thema Zivilcourage durch.

Die Gewaltpräventionsteams erarbeiteten mit interessierten Zuhörern, wie man solche Situationen am besten löst. „Dabei sind wir alle schon von Gesetzes Wegen verpflichtet, bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugreifen“, erklärte Martin Boll von der Polizei Mannheim. „Generell aber gilt: Bloß kein Held sein und sich damit selbst in Gefahr bringen!

Für den Ernstfall gebe es sechs goldene Regeln für Zeugen:

1. Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

2. Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auffordern.

3. Genau beobachten, Tätermerkmale genau einprägen.

4. Unter Notruf 110 Hilfe holen.

5. Um das Opfer kümmern.

6. Sich als Zeuge zur Verfügung stellen.

Häufig komme es dazu, dass Passanten die Tat filmen oder fotografieren anstatt dem Opfer zu helfen, führte Boll weiter aus. Sobald die Polizei aber vor Ort sei, würden die meisten Zeugen den Tatort verlassen, weil ja vermeintlich alles in Ordnung sei. Dabei sei die Polizei gerade auf Zeugen angewiesen, um Täter dingfest zu machen.

Schauspieler stellen Gewaltsituationen am Heidelberger Bahnhof nach – HEIDELBRG24 war dabei

Für Zivilcourage sensibilisieren

Sollte man selbst zum Opfer von Gewalt oder Belästigungen werden, können folgende Verhaltensweisen helfen, Angriffssituationen zu lösen: Körpersprache, Ansprache, Abwehrhaltung und Umstehende direkt um Hilfe bitten – damit kann ein Opfer seine Situation potentiell verbessern. 

Den Täter dabei stets siezen, denn so erkennen Passanten sofort, dass man nicht zusammengehört, so entsteht eher der Impuls, helfend einzugreifen.

rob 

Quelle: Mannheim24

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