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Wetter am Vatertag: Sahara-Wolke im Anflug – Versaut uns Blutregen unseren Feiertag?

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Von: Robin Eichelsheimer

Wetter in Baden-Württemberg: Nach dem Sonnen-Wochenende soll das Wetter im Südwesten schon wieder umschlagen. Fällt der Vatertag ins Wasser? So lautet die Prognose:

Petrus hat es gut gemeint mit den Müttern dieses Landes, denn am Muttertag am 9. Mai schenkte er ihnen und uns einen wahren Sommertag. Mancherorts in Baden-Württemberg knackte das Thermometer sogar die 30-Grad-Marke, zahlreiche Menschen im Südwesten nutzen die Sonnenstunden für einen gemütlichen Spaziergang im Park oder beim Picknick am Fluss. Doch lange währt die Freude über die hochsommerlichen Temperaturen nicht, denn wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, wird es in den kommenden Tagen wieder um Einiges kühler.

Da fragen sich natürlich viele, wie das Wetter am kommenden Donnerstag (13. Mai) wird – da ist schließlich Christi Himmelfahrt, und den Feiertag wollen vor allem traditionell Väter nutzen, um am Vatertag ein paar entspannte Stunden zu verbringen, auch wenn das angesichts der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Regeln sicherlich nicht in der Form möglich ist wie in den vergangenen Jahren. Fällt der Vatertag also ins Wasser oder gibt es Grund zur Hoffnung? HEIDELBERG24 hat die Antwort.

Wetter in Baden-Württemberg: So lautet die Vorhersage für Pfingsten

Während das Wetter die Mütter mit einem wahrlichen Sommertag beschenkte, müssen sich Väter buchstäblich wärmer anziehen – und womöglich Regenkleidung samt Schirm einpacken. Schon am Montag ist der Wetterumschwung deutlich zu spüren. Zwar zeigt das Thermometer Temperaturen zwischen 19 bis teilweise 25 Grad, doch ein Frontensystem erfasst Baden-Württemberg und löst allmählich die trockene Warmluft durch kühlere und feuchte Luft ab. Die führt vor allem im Osten zu vereinzelten Gewittern und Starkregen, auch Sturmböen bis 80 Kilometer pro Stunde sind möglich.

Am Dienstag (11. Mai) kühlt es dann weiter ab, vor allem in der Nacht muss im Westen mit Gewittern und Regen gerechnet werden, tagsüber bleibt es wechselhaft, doch zum Großteil bewölkt. Gleiches gilt für den Mittwoch (12. Mai).

WochentagWetter-Prognose
Montag, 10. Mai19 bis 25 Grad, wechselhaft, teils Gewitter
Dienstag, 11. Mai12 bis 19 Grad, wechselhaft
Mittwoch, 12. Mai11 bis 18 Grad, stark bewölkt und regnerisch
Donnerstag, 13. Mai11 bis 18 Grad, stark bewölkt und vereinzelte Schauer

Am Vatertag/Christi Himmelfahrt (13. Mai) bleibt es stark bewölkt, örtlich kann es zu Regenschauern und vereinzelt auch zu Gewittern kommen, ehe es im Verlauf des Tages ein wenig aufklart und sich die Sonne durch die Wolkendecke kämpft. „An Christi Himmelfahrt oder auch Vater- beziehungsweise dem Herrentag gibt es im Osten und Süden häufiger noch Schauer und leider nur wenig Sonne“, so RTL-Meteorologe Carlo Pfaff. Höchstwerte liegen bei 11 Grad im Bergland und bis zu 18 Grad im Rheintal. Oder kurz: nichts Halbes und nichts Ganzes!

Wetter am Vatertag: Versaut Blutregen uns den Feiertag?

Gibt es noch diese Woche ein Wiedersehen mit einem außergewöhnlichen Wetterphänomen? Bevor es am Dienstag in Baden-Württemberg wieder kühl und nass wird, macht sich wieder eine Saharastaubwolke auf den Weg Richtung Deutschland, der durch den Wüstenwind „Schirokko“ zu uns transportiert wird.

Der unterstützt zum einen die Wolkenbildung – und verzögert gleichzeitig die Gewitterentwicklung, sodass erst am späten Nachmittag im Osten mit Gewittern zu rechnen ist. Doch es gibt auch noch einen weiteren Effekt. Denn der Saharastaub befindet sich in den heißen Luftmassen und wird vom Regen allmählich eingeholt – und dadurch ‚ausgewaschen‘. Die Folge: Dadurch könnte es - wie bereits im Februar diesen Jahres - zu einem sogenannten Blutregen kommen.

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass man das außergewöhnliche Wetterphänomen diesmal zu sehen bekommt, ist sehr gering, denn zum einen befindet sich derzeit sich nur sehr wenig Wüstenstaub aus der Sahara in der Luft, und zum anderen könnte der Blutregen durch den Dauerregen im Westen kaum bis gar nicht auffallen. Die größte Chance, den Blutregen beobachten zu können, ist also genau dann, wenn es anfängt zu regnen. (rob)

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