Nach zwei versuchten Anschlägen in Ludwigshafen

Terrorprozess: Angeklagter zu langer Haftstrafe verurteilt!

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Der Angeklagte stiftet einen 12-Jährigen zu einem Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt an. (Archivfoto)

Wien/Ludwigshafen - Nach einem langen Prozesstag verkündet der Richter am Abend das Urteil gegen einen 19-jährigen ‚IS‘-Anhänger. Dieser muss für mehrere Jahre ins Gefängnis:

Das Urteil im Terrorprozess ist gesprochen! Der 19-jährige Angeklagt ist schuldig und bekommt eine Haftstrafe von neun Jahren. Grund ist die versuchte Anstiftung zum Mord und seine Mitgliedschaft in der Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘

Laut dem Landgericht hat der Angeklagte eine aktive Rolle bei zwei geplanten Anschlägen in Ludwigshafen im Jahr 2016 gespielt. Er forderte einen damals 12-Jährigen auf, eine Nagelbombe auf dem Weihnachtsmarkt zu zünden. Zuvor versuchte er eine Bombe am Rathauscenter zu zünden. Beide Anschläge schlugen glücklicherweise fehl!

Täter zeigt Reue

Auch habe der 19-Jährige versucht, eine damals 15-Jährige zu einem Selbstmordattentat auf die US-Militärbasis Ramstein zu überreden. Zu Beginn des Prozess gibt der Angeklagte an, dass er Mitglied beim ‚IS‘ sei. In der Untersuchungshaft unterzieht er sich Maßnahmen der Deradikalisierung, ist aber nach eigenen Worten „nicht komplett geheilt.“

Vor der Urteilsverkündung zeigt sich der junge Mann reumütig und sagt: „Ich habe einen Riesenmist gebaut, dafür gibt es keine Entschuldigung.“

pm/dh

Quelle: Ludwigshafen24

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