Ungewöhnliche Rettungsaktion

Mann sitzt in Bahn - als er aus dem Fenster sieht, wählt er sofort den Notruf

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Rettungseinsatz am Leimbach in Wiesloch.

Wiesloch - Als ein Mann mit der Bahn am Leimbach vorbeifährt, sieht er plötzlich, dass hier jemand ganz dringend Hilfe braucht. Ein ungewöhnlicher Einsatz:

Zu einer Rettungsaktion der etwas ungewöhnlichen Art rücken Einsatzkräfte am Samstagaben (6. April) in Wiesloch aus: Hier meldet ein Anrufer, dass er einen Mann im Leimbach gesehen habe, als er mit der Straßenbahn vorbeigefahren ist. Offenbar befindet er sich in einer hilflosen Lage.

Gegen 19:40 Uhr sind die Rettungskräfte in Wiesloch am Leimbach angekommen und finden einen 74-jährigen Rollstuhlfahrer im Bach vor. Er hat sich auf dem Feldweg entlang des Leimbachs zunächst mit seinem Elektrorollstuhl festgefahren und ist plötzlich den etwa 1,5 Meter tiefen Hang ins Wasser abgerutscht. 

Rettungseinsatz am Leimbach in Wiesloch.

Er kann sich aus dem etwa kniehohen Wasser nicht selbst befreien und so versucht er durch Winken, die an ihm vorbeifahrenden Bahnen bei Wiesloch auf sich aufmerksam zu machen - mit Erfolg: Ein Fahrgast erkennt die missliche Lage des Rollstuhlfahrers und wählt den Notruf!

Im Neckar in Heidelberg machen Polizeitaucher kürzlich einen erstaunlichen Fund: Dabei waren sie nur auf einem Routineeinsatz im Schwabenheimer Kanal unterwegs. Doch mit dem Fund wenden sie sich an die Öffentlichkeit.

Rollstuhlfahrer fällt in Bach: Einsatz in Wiesloch 

Als die Polizei Wiesloch ankommt, merkt sie, dass sie den Mann nicht alleine aus dem Wasser bergen kann. Also rufen sie die Feuerwehr, die mit 17 Kräften ausrückt, und die DLRG, die mit 12 Kräften vor Ort ankommt, hinzu. Zusammen können sie den Rolli-Fahrer samt Rollstuhl unverletzt aus dem Leimbach mit einer Drehleiter befreien. Vorsorglich wird er trotzdem mit dem Rettungswagen zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Ein weiterer Fall von Zivilcourage: In Wiesloch wurde kürzlich eine junge Frau von einem Mann begrapscht. Doch ein Paar wird auf die Situation aufmerksam und kann Schlimmeres verhindern. Im Juli 2019, interveniert ein weiterer Retter in der Not in Mannheim – und wird für seine Zivilcourage brutal zusammengeschlagen. Die Frau, die er beschützte, konnte jedoch unverletzt fliehen.

jab/pol

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