Mehr Teilnehmer, mehr Platz

Große Resonanz in Wiesloch: Kundgebung gegen Rechts wird verlegt

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Die Kundgebung gegen Rechts in Wiesloch wir auf den Adenauer-Platz verlegt. (Symbolfoto)

Wiesloch - Die geplante Kundgebung gegen rechts unter dem #auchmehrinwiesloch musste den Standort wechseln. Der Grund – mehr Teilnehmer als erwartet!

+++UPDATE 18. September:

Bei den weiteren Ermittlungen des Polizeipräsidiums Mannheim steht daher neben dem Landfriedensbruch und der gefährlichen Körperverletzung auch der Tatbestand der Volksverhetzung im Fokus. 

Die Ermittlungsgruppe „Marktbrunnen“ des Polizeipräsidiums Mannheim hat am 17. September 2018 zwei Männer verhaftet, sowie bei vier weiteren Tatverdächtigen strafprozessuale Maßnahmen durchgeführt. 

Die Ermittlungen haben auch ergeben, dass ein Tarifbeschäftigter der Polizei an den Geschehnissen beteiligt war. Auf HEIDELBERG24-Nachfrage beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, erklärt ein Sprecher, dass es sich bei dem 30-Jährigen um einen Angestellten im öffentlichen Dienst handle. Er sei jedoch kein Polizeibeamter. 

Der Inspekteur der Polizei, Detlef Werner, informierte Innenminister Thomas Strobl darüber. „Mit dem Innenminister besteht Einvernehmen darüber, dass aus einem solchen Verhalten umgehend personelle Konsequenzen gezogen werden müssen“, so Werner. 

Der 30-jährige Tarifbeschäftigte wurde deshalb mit sofortiger Wirkung freigestellt und von sämtlichen Aufgaben entbunden.

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Nach einer Massenschlägerei vor einer Eisdiele, bei der auch Nazi-Parolen gebrüllt worden sein sollen, zeigt die Stadt Wiesloch nun Flagge – gegen rechts! Dafür plant das Aktionsbündnis „Wiesloch ist tolerant, bunt und vielfältig – nicht braun!“ unter dem #auchmehrinwiesloch eine Kundgebung. Die sollte eigentlich am Montag (17. September) am Otmar-Alt-Brunnen in der Oberen Hauptstraße stattfinden. 

Doch die Veranstalter haben wohl nicht mit einer so großen Resonanz gerechnet: „Aufgrund der großen Resonanz in den sozialen Medien und den persönlichen Rückmeldungen haben die Veranstalter nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung den Veranstaltungsort der Kundgebung am kommenden Montag verlegt“, heißt es in einer Meldung. 

Die Kundgebung findet deshalb am Adenauer-Platz statt, der mehr Fläche für alle Teilnehmer biete. Gestartet wird wie geplant um 19 Uhr: „Nach den unschönen Vorkommnissen in Chemnitz, Köthen und anderen Städten ist es das Ziel der Veranstalter wieder ein zeitnahes starkes Zeichen zu setzen und für ein ein gutes gesellschaftliches miteinander und ein „tolerantes ,buntes und vielfältiges Wiesloch“ werben“ heißt es weiter in dem Schreiben.

Hintergrund

Am Samstagabend (8. September) entbrennt eine Massenschlägerei zwischen mehrere Personen. Schauplatz der Prügelei ist eine Eisdiele in der Hauptstraße. Eine Gruppe aus sieben betrunkenen Männern soll erst die Gäste des Geschäfts mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und dann angegriffen haben.

Der Schock sitzt bei den Opfern und Zeugen noch immer tief: „Schon hochkommend haben die geschrien: Ausländer raus und Deutschland gehört den Deutschen. Wir haben erst gedacht, die machen Spaß“, sagt Sevda Kog, die mit ihrer Familie vor dem Laden sitzt.

Die Ermittlungen gegen fünf junge Männer im Alter zwischen 24 und 36 Jahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung laufen. Ob die Aggressoren ausländerfeindliche Parolen brüllten, ist ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Hinweisgeber und Zeugen werden gebeten, sich unter ☎ 06222 57090 bei der Wieslocher Polizei zu melden und ihre Wahrnehmungen mitzuteilen.

pm/dh

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