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Nach Beil-Attacke in Wiesloch: Polizist rettet Verdächtigen – Zusammenbruch auf Revier

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Von: Josefine Lenz

Wiesloch - Brutale Szenen am „Dorfplatz“! Ein Mann wird mit einem Beil-ähnlichen Gegenstand verletzt. Damit nicht genug: Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen folgt eine dramatische Wende.

Update vom 23. Februar: Am späten Samstagnachmittag in Wiesloch-Frauenweiler soll ein 54-Jähriger auf einen Mann (63) mit einem selbstgebastelten beilartigen Gegenstand brutal eingeschlagen zu haben. Bereits am Abend des selben Tages wird der Tatverdächtige von Kräften des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg widerstandslos festgenommen und von einer Streife zur Kriminalpolizeidirektion Heidelberg gebracht. Nun folgt eine dramatische Wende: Wie das Polizeipräsidium Mannheim mitteilt, soll der Festgenommene auf der Dienststelle einen „körperlichen Zusammenbruch“ erlitten haben und anschließend durch einen Kripobeamten sogar wiederbelebt werden müssen.

Der Vorfall hat sich während der kriminalpolizeilichen Maßnahmen und nach einer Haftfähigkeitsuntersuchung durch einen Polizeivertragsarzt ereignet, heißt es in einer Pressemitteilung. Derzeit befindet sich der 54-Jährige in einer Klinik und wird intensivmedizinisch betreut.

SEK-Einsatz in Wiesloch: Mann (63) auf offener Straße mit Beil verletzt

Erstmeldung vom 21. Februar: Große Aufregung am Samstagnachmittag (20. Februar) in Wiesloch. Mehrere Polizisten und später auch das SEK rücken in die Stadt aus, um einen Mann festzunehmen. Zuvor ereignen sich am „Dorfplatz“ blutige Szenen, bei denen ein 63-jähriger Mann verletzt wird. Wie die Polizei in der Nacht berichtet, kann der Angreifer festgenommen werden.

StadtWiesloch
Einwohner26.966
LandkreisRhein-Neckar-Kreis

SEK-Einsatz in Wiesloch: Streit eskaliert – Mann auf offener Straße mit Beil verletzt

Gegen 17:40 Uhr geraten zwei Männer aus bislang unbekannten Gründen auf dem Dorfplatz inmitten des Wieslocher Ortsteils Frauenweiler in einen Streit. Nach kurzer Zeit eskaliert die Auseinandersetzung und der 54-Jährige schlägt mit einem selbstgebastelten, Beil-ähnlichen Gegenstand auf seinen Kontrahenten ein. Der 63-Jährige erleidet dadurch Prellungen an den Armen und Schnittwunden. Er wird später in einer Klinik ambulant behandelt.

Einsatz in Wiesloch: Das SEK umstellt ein Wohnhaus
Einsatz in Wiesloch: Das SEK umstellt ein Wohnhaus © HEIDELBERG24/PR-Video, Priebe

Die Polizei wird auf den Vorfall in Wiesloch aufmerksam und will den 54-Jährigen festnehmen. Allerdings flüchtet dieser nach der Tat in seine nahegelegene Wohnung und verschanzt sich dort. Die Beamten rufen daraufhin das SEK zur Verstärkung. Das Wohnhaus des Angreifers wird umstellt und abgesperrt. Nachbarn werden durch den Großeinsatz in Wiesloch aufmerksam. Gegen 20:30 Uhr kann das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg den Mann widerstandslos festnehmen.

SEK-Einsatz in Wiesloch: Mann auf offener Straße verletzt – Hintergründe unklar

Nach der Festnahme übernimmt die Kripo Heidelberg die weiteren Ermittlungen. Ergebnisse sind frühestens am Montag (22. Februar) zu erwarten. Der Beil-ähnliche Gegenstand wird sichergestellt. Warum die beiden Männer in einen Streit geraten sind, ist bislang noch unklar.

Erst wenige Stunden zuvor kommt es in Leimen zu einem Polizei-Einsatz. Die Beamten sind wegen eines „verdächtigen Pakets“ gerufen worden. Die Angst war groß, dass es sich hierbei um eine weitere Brief-Bombe handelte, wie schon in Eppelheim und Neckarsulm. Die Beamten können aber wenig später Entwarnung geben. Gleichzeitig gibt die Staatsanwaltschaft Heidelberg bekannt, dass ein Rentner festgenommen wurde. Er steht im Verdacht, die Sprengstoff-Pakete verschickt zu haben. (jol/pol)

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