Was geschah am 18. Dezember in Wiesloch?

Toter PZN-Patient (†41): Ärztin, Polizisten und Pfleger im Visier der Ermittlungen

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Psychiatrisches Zentrum Nordbaden in Wiesloch

Wiesloch - Ende 2017 kommt es zum Tod eines PZN-Patienten, die Umstände bleiben weiter unklar. Nun richten sich die Ermittlungen gegen 13 Personen – darunter eine Ärztin, vier Pfleger und acht Polizisten.

Woran starb der PZN-Patient (†41) im Dezember 2017 – auch fünf Monate nach dem Todesfall in Wiesloch gibt es darauf keine Antwort (WIR BERICHTETEN), auch weil eine Obduktion keine eindeutigen Schlüsse zuließ. 

Zur Klärung der bislang rätselhaften Umstände rücken nun 13 Personen ins Visier der Ermittlungen, darunter die behandelnde Ärztin des Mannes, vier Pfleger und acht Polizisten. 

Die Aussagen der an dem Vorfall beteiligten Personen werden nun geprüft und ausgewertet“, so Tim Haaf, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg, gegenüber HEIDELBERG24.

Der 41-jährige Patient, der sich bereits seit 2002 in stationärer Behandlung im PZN befand, musste, nachdem er in der Einrichtung randaliert hatte, sowohl von Pflegern als auch von hinzugerufenen Polizeibeamten „massiv festgehalten“ werden, weswegen die Beteiligten nun der Körperverletzung mit Todesfolge verdächtigt werden.

Im Normalfall ist diese Art der Gewalteinwirkung aber nicht ausreichend für eine Todesursache“, so Haaf weiter. Deswegen werde nun auch gegen eine Ärztin ermittelt, die für die Medikation des Mannes verantwortlich zeichnete. Der Verdacht: fahrlässige Tötung.

Ob sich die Vorwürfe als haltlos erweisen oder Anklage erhoben wird, zeigt sich in den kommenden Wochen, noch im Mai soll eine Entscheidung folgen.

Rückblick

Am Morgen des 18. Dezember schlägt und tritt ein 41-jähriger Patient des PZN mehrfach gegen eine Betonsäule im Innenhof einer Station, randaliert anschließend in einem angrenzenden Raucherraum. Dabei wirft er Einrichtungsgegenstände gegen das Sicherheitsglas in Richtung der Pfleger.

Der 41-Jährige ist völlig in Rage, hebelt einen Fensterflügel aus der Verankerung. Die Mitarbeiter der Einrichtung fordern die Polizei zur Unterstützung an. Unter dem Einsatz von Pfefferspray gelingt es, den Mann zu überwältigen und an Händen und Füßen zu fesseln.

Mit einem Krankenwagen des PZN wird der Mann von Pflegekräften und Beamten zur forensischen Station gebracht. Während der Fahrt wehrt er sich weiter massiv.

Als der 41-Jährige aus dem Fahrzeug geholt werden soll, erleidet er einen Kollaps! Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstirbt der Mann wenig später im Universitätsklinikum Heidelberg.

rob

Quelle: Mannheim24

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