1. Heidelberg24
  2. Region

Hüpfburg-Unglück mit 9 verletzten Kindern – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Erstellt:

Von: Katja Becher

Kommentare

Gondershauen - Schreckliches Unglück bei einem Kinderfußballturnier: Eine Windhose erfasst eine Hüpfburg, neun Kinder werden teilweise schwer verletzt.

Update vom 4. Juli, 13:20 Uhr: Einen Tag nach dem Hüpfburg-Unfall in Gondershausen im Hunsrück ist ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet worden. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz mitteilt, werden derzeit Daten und Informationen zum Unfallhergang gesammelt sowie Zeugen befragt.

Zum Gesundheitszustand der neun verletzten Kinder gebe es keine neuen Angaben. „Wir hoffen natürlich, dass die Kinder alle bald
wieder gesund werden“, erklärt der Sprecher der Polizei. Unter den rund 100 Besuchern des Kinderfußballturniers haben sich ebenfalls viele Kinder befunden. Wie Bürgermeister Edgar Pinger dem SWR erklärt, sei bereits im Kindergarten und an der Grundschule über den Vorfall gesprochen worden.

Windhose erfasst Hüpfburg in RLP – Neun Kinder teilweise schwer verletzt

Erstmeldung: Bei einem Unfall mit einer Hüpfburg im Rhein-Hunsrück-Kreis (Rheinland-Pfalz) wurden neun Kinder zum Teil schwer verletzt. Die Burg stand während eines Kinderfußballturniers auf einem Sportplatz in Gondershausen. Laut Mitteilung der Polizei am Sonntag (3. Juli) in Koblenz wurde die Hüpfburg am frühen Nachmittag durch eine Windhose erfasst und mehrere Meter in die Höhe gezogen.

Hüpfburg-Unglück in RLP: 5 Kinder bei Fußballturnier in Gondershausen schwer verletzt

Die auf der Hüpfburg spielenden Kinder seien laut Polizei aus einer Höhe von 4 bis 5 Metern abgestürzt. Fünf Kinder wurden dabei schwer verletzt, vier kleine Patienten seien mit einem Rettungshubschrauber in Kliniken geflogen worden. Laut Berichten des SWR hätten sich insgesamt 15 Kinder auf der Hüpfburg gefunden.

Polizeibeamte transportieren die Hülle der Hüpfburg ab.
Polizeibeamte transportieren die Hülle der Hüpfburg ab. © Thomas Frey/dpa

Die Polizei hat nach dem Unglück in Rheinland-Pfalz die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Die Hüpfburg, die durch die Windhose noch 40 bis 60 Meter über eine Wiese geschleudert wurde, sei sichergestellt worden. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich am Samstag auch im thüringischen Tonndorf. Dort wurden laut Polizei drei Kinder verletzt, als eine Hüpfburg von einer starken Windböe erfasst wurde und sich überschlug. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Hüpfburg ordnungsgemäß befestigt. (kab/pol/dpa)

Auch interessant

Kommentare