Mit diesem Rummel hat er wohl nicht gerechnet! 

Brückenbesichtigung und Filmpremiere: So stellt Terence Hill Worms auf den Kopf! 

Worms - Was für ein aufregender Tag! Und zwar nicht nur für die vielen Terence Fans – sondern auch auch für ihn selbst. Das war der Tag mit Terence Hill: 

Hunderte Fans warten in Worms geduldig an der Brücke, die sie nur unter dem Namen ‚Terence Hill-Brücke‘ kennen auf ihr Idol. 

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Der Name ist Entertainer Peter Englert zu verdanken, der vor der offiziellen Benennung der Brücke zur Karl Kübel-Brücke einfach eine Tafel mit den Namen ‚Terence Hill‘-Brücke angebracht hat. Im Traum hätte er nicht daran gedacht welche hohen Wellen diese Aktion schlägt und dass der Schauspieler tatsächlich mal über ‚seine‘ Brücke läuft!

„Ich freue mich, hier zu sein. Das ist eine schöne Brücke“

Am Freitag (24. August) ist es dann endlich soweit. Die Fans haben Banner und Poster mitgebracht, manche sogar selbstgemalte Bilder – all das in der Hoffnung, dass sie Terence Hill signiert. Man sieht ungewöhnlich viele Menschen die große Ähnlichkeit mit einem guten Kumpel, dem leider mittlerweile verstorbenen Kollegen, Bud Spencer haben... 

Fotografen und Kamerateams scharen sich um Hill, als er mit ein wenig Verspätung eintrifft. 

Western-Star Terence Hill in Worms

Mit dem Wormser Bürgermeister Michael Kissel und Entertainer Peter Englert läuft er über die Brücke und sagt: „Ich freue mich, hier zu sein. Das ist eine schöne Brücke“.

Natürlich dürfen auch die Nachfahren von Karl Kübel, dem eigentlichen Namensgeber nicht fehlen. Es werden Hände geschüttelt und ein Haufen Autogramme geschrieben. 

Dann geht es schon weiter zum Rathaus. Dort trägt sich Terence Hill in das Goldenen Buch der Stadt ein. So einen Superstar hat man schließlich nicht alle Tage in der Stadt! Doch eigentlich hat Terence Hill gar keine Lust mehr auf die Fotografen. Er bittet sie ihn erst beim Unterzeichnen des Goldenen Buches abzulichten. 

Leider schreibt er keine persönliche Nachricht in das Buch, sondern setzt nur seinen Namen hinein. Man merkt ihm an, dass auch er nicht mit so einem Rummel gerechnet hat. 

In der Zwischenzeit pilgern die Fans weiter. Ihr Ziel: Die EWR-Arena! Bei einer Open-Air-Vorstellung wird sein neuer Film  „Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück“ vorgestellt. 

Die Schlange vor der Arena ist sehr lang – jeder will einen möglichst guten Platz auf der Wiese ergattern! 5.000 Menschen wollen sich den Italo-Western anschauen. 

In einem schwarzen Auto kommt der Star dann in die Arena gefahren. 

Doch Fans können nur einen kurzen Blick auf ihn erhaschen. Schnell verschwindet er in den VIP-Bereich. Vor Beginn des Film will er noch eine kleine Rede halten. Doch Fotografen sollen bitte vorher das Gelände verlassen. Hill fühle sich zu sehr bedrängt. Den Rest des Abend will er ohne Blitzlicht-Gewitter verbringen.   

Auf der Bühne bedankt er sich bei den 5.000 Zuschauern. Auf deutsch sagt er, dass es  ein große Ehre für ihn wäre, dass eine Brücke nach ihm benannt wird.

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Mario Girotti Worms zuletzt einen Besuch abstattete. Nun kehrt der Italo-Western-Star, besser bekannt als Terence Hill, in die Domstadt zurück.

1966 kam der Filmstar zuletzt nach Worms – damals zur Premiere eines Nibelungen-Films, in dem er den tragischen Helden Giselher spielte.

Wirbel um „Terence-Hill-Brücke“

Für viele Wormser ist die Fußgängerbrücke über die B9 allgemein bekannt als „Terrence-Hill-Brücke“. Hintergrund ist eine Aktion des Wormser Musikers Peter Englert, der die Brücke kurz vor der offiziellen Einweihung 2016 spontan auf ihren kuriosen Namen tauft. Und der verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Das einzige Problem: Die Brücke hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen. Pate ist der Unternehmer Karl Kübel (1909 - 2016), einst einer der größten Möbelhersteller Europas. Die Bezeichnung nach Terence Hill scheint den meisten Wormsern allerdings wesentlich besser zu gefallen.

Was also tun? Michael Kissel (SPD), Oberbürgermeister der Stadt, will einen Kompromiss – und schlägt einen Doppelnamen der Brücke vor. Die Fans jubeln und sogar der Filmstar selbst reagiert: „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt? Ich komme sehr gerne“, lachte der 79-jährige Terence Hill in einem Facebook-Video in die Kamera.

Doch dann kommt alles anders...

Eine Brücke für 900.000 Euro mit dem Namen des Darstellers von Figuren wie „Nilpferd“ benennen? Das geht einigen Wormsern zu weit – und der OB, der den Stein bereits weit über die Grenzen der rheinland-pfälzischen Stadt ins Rollen gebracht hat – muss zurückrudern.

Die Ankündigung, der Brücke einen neuen oder zumindest einen zweiten Namen zu geben, habe Karl Kübels Angehörige und die Verantwortlichen der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie brüskiert, sagt der Oberbürgermeister. Eine Umbenennung werde dem vorbildlichen Wirken des sozial engagierten Unternehmers Kübel und seiner Stiftung nicht gerecht.

Doch da war bei vielen Terence-Hill-Fans die Erwartung schon geweckt und die Enttäuschung dementsprechend groß.

Die einzige Entschädigung nach diesem eher peinlichen Start: Terence Hill sieht's gelassen und kommt trotzdem!

Wir hoffen, dass es ihm in Worms trotzdem gefallen hat! 

kab/dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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