Trotz Ausstrahlung des Falles bei „Aktenzeichen XY“

Junge (†13) bei Unfall auf A8 getötet: Unzählige Hinweise zu Todesfahrer – doch keine heiße Spur

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Im Juli 2018 verliert ein 13-jähriger Junge nach einem Unfall sein Leben – von dem Unfallverursacher fehlt bis heute jede Spur.

Zweibrücken – Nach einem Unfall auf der A8, bei dem ein Junge (†13) im Juli 2018 stirbt, laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Eine Festnahme hat es jedoch noch nicht gegeben. Der aktuelle Stand:

Der Fahrer einer Limousine – vermutlich ein weißer Mercedes – kracht am 1. Juli 2018 auf der A8 bei Zweibrücken gegen 14:50 Uhr von hinten auf eine Harley Davidson. Der 37-jährige Fahrer des Motorrades wird schwer verletzt. Für seinen 13-jährigen Sohn Julian, der mit auf der Maschine sitzt, kommt jede Hilfe zu spät. Seitdem fahndet die Polizei nach dem Unfallfahrer, der nach dem dramatischen Crash einfach die Flucht ergreift.

Matthias Mahl, 1. Hauptkommissar der Polizeiinspektion Zweibrücken, ist am Mittwoch (22. August) zu Gast im ZDF-Studio der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Er appellierte an den Fahrer und Zeugen, sich zu melden.

Nach der Sendung treffen 100 Hinweise ein – mit ernüchterndem Ergebnis: „Die Ermittlungen gegen Unbekannt laufen weiter, noch gibt es nur ein negatives Ergebnis“, so ein Polizeisprecher der Polizeiinspektion Zweibrücken auf Anfrage von MANNHEIM24.

Auf der Seite des Motorradclubs ‚GREMIUM‘, bei dem der Vater des getöteten Jungen Mitglied ist, winkt eine Belohnung über 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des flüchtigen Täters führt.

Doch was ist daraus geworden? Hat die Familie Geld erhalten?

MANNHEIM24 spricht mit dem Anwalt der schwer gezeichneten Familie, Dr. Andreas Kirsch: Ja, es ist Geld angekommen!“ Über die genaue Höhe möchte er lieber schweigen. Denn: Die Familie hat den Unfall noch längst nicht verarbeitet. Der 37 jährige Vater leidet auch heute noch nicht nur an den seelischen, sondern auch an den körperlichen Schäden, die er durch den schweren Unfall davongetragen hat.

Bei dem Unfall im Juli 2018 fängt das Motorrad sofort Feuer. Der Vater erleidet schwerste Verbrennungen, muss monatelang in einer BG-Klinik behandelt werden und zahlreiche Operationen und Hauttransplantationen über sich ergehen lassen.

Er ist körperlich auf dem Wege der Besserung, aber seine Behandlung ist nach wie vor nicht abgeschlossen. Es geht voran, aber nur in kleinen Schritten. Von seinen seelischen Beschwerden ganz zu schweigen, er ist psychisch schwer mitgenommen und wird deshalb auch behandelt.

Ob er der Vorarbeiter eines Maler- und Lackierbetriebs jemals Wieder arbeitsfähig sein wird, steht in den Sternen.

Die Familie des Opfers leidet

Auch seine Frau und die kleine Schwester des verstorbenen Jungen leiden sehr unter dem Verlust.

Rechtsanwalt Kirsch steht in wöchentlichem Austausch mit der Polizei Zweibrücken. Die Ermittlungen sind nicht eingestellt. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Auto beschlagnahmt, das aber wieder freigegeben werden musste.

Vielleicht git es ja doch noch eine Zeugen, der zu dieser Zeit etwas gesehen hat?

Der Rechtsanwalt bietet seine Telefonnummer für neue Zeugen an: Unter 0171 - 7402014 können diese ihn direkt erreichen. Und In Zweibrücken sei in der Polizeistelle Herr Pusse als Ermittlungsleiter zuständig (☎ 06332 / 976 333).

Mehr zum Thema: 

Am 6. Februar werden in der Sendung „Aktenzeichen XY“ gleich drei Fälle aus dem Raum Karlsruhe behandelt. Darunter ein Vermisstenfall, der die Polizei vor Rätsel stellt.

kpo

Quelle: Mannheim24

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