Corona-Pandemie

Urlaubsland mit besonderen Einreise-Regeln: Nur Touristen mit hohem Gehalt dürfen rein

Touristen wandern zum isländischen Wasserfall Gullfoss.
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Touristen wandern zum isländischen Wasserfall Gullfoss.

Ein beliebtes Urlaubsland will den Tourismus trotz Corona-Pandemie wieder ankurbeln – aber nur mit Reisenden, die ordentlich Geld liegen lassen können.

Seit Beginn der Corona-Pandemie leidet die Tourismus-Branche* enorm. Und gerade Länder, deren Einnahmen vornehmlich aus diesem Wirtschaftszweig stammen, müssen kreativ werden, um sicheres – und auch profitables – Reisen möglich zu machen. Island hat sich dabei etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Einreise trotz Corona: Island-Touristen müssen viel Geld verdienen

Vor der Pandemie machten die Einnahmen aus dem Tourismus 42 Prozent der isländischen Wirtschaft aus, wie das Online-Portal Skift berichtete. Nun bietet das Land aus Feuer und Eis ausländischen Staatsangehörigen, die aus der Ferne für ein Unternehmen arbeiten oder selbstständig sind, ein Langzeitvisum an, das einen bis zu sechs Monate langen Aufenthalt in Island ermöglicht.

Um den verlängerten Aufenthalt genehmigt zu bekommen, muss die betreffende Person „ein Arbeitsverhältnis mit einem ausländischen Unternehmen nachweisen (oder eine selbstständige Tätigkeit nachweisen, bei der sie einen ständigen Wohnsitz hat) und die Einkommens- und Krankenversicherungsanforderungen erfüllen“, heißt es auf der Website „Work in Iceland“. Und die Anforderungen an das Einkommen sind enorm – laut Bloomberg müssen die betreffenden Personen eine Million isländische Kronen im Monat verdienen (umgerechnet ca. 6.200 Euro im Monat). Daraus ergibt sich ein Jahresgehalt von rund 74.500 Euro.

Island – ein Land voller Mythen und Sagen

Auch wenn eine Reise nach Island für Sie aktuell keine Option sein sollte: Die Mythen und Sagen des Landes aus Eis und Feuer sind dennoch eine kleine Exkursion wert: Im Bildband „Sagenhaftes Island“ (werblicher Link) sind einzigartige Schnappschüsse mit der mysthischen Geschichte des Landes vereint.

Auch interessant: Dieses Urlaubsland erlaubt Touristen wohl erst wieder in einem Jahr – mit einer Ausnahme.

Corona-Zeiten in Island: Warum sind nur gutverdienende Touristen erlaubt?

„Ich denke, es geht darum, gutverdienende Fachkräfte aus Silicon Valley oder San Francisco anzuziehen, damit sie ihr Geld hier statt dort ausgeben“, meint die isländische Politikerin Asta Gudrun Helgadottir zu den neuen Regelungen. Die Maßnahme scheint nämlich genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten zu sein. Auch wenn es sich bei den Gästen streng genommen nicht um Touristen handelt, besteht die Hoffnung, dass diese die Wirtschaft ankurbeln, indem sie ungenutzte Airbnbs nutzen, leere Restaurants füllen und am Wochenende die Natur erkunden.

Laut dem Bloomberg-Bericht gehen die Einheimischen ebenfalls davon aus, dass mit dieser Maßnahme Einnahmen generiert werden sollen, ohne große Menschenmassen anzulocken – und ohne das Gesundheitssystem zu belasten. Aktuell gilt bei der Einreise nach Island noch eine 14-tägige Quarantänepflicht, die durch einen negativen Corona-Test bei der Einreise verkürzt werden kann. Dieser muss allerdings selbst bezahlt werden und kostet ca. 58 Euro. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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