Harmlos oder giftig?

Quallen-Alarm in Nord- und Ostsee

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Glibbrig und glitschig: Feuerquallen können Badeurlauber den Urlaub vermiesen.

Badeurlauber haben an den Ostseestränden vermehrt Quallen sowie auch rote Feuerquallen gesichtet. Die Glibbertiere vermiesen vielen den Strandspaß, doch viele Quallen sind harmlos.    

Quallen trüben in Teilen der Ostsee den Badespaß, ein generelles massenhaftes Aufkommen der Tiere stellen Experten aber noch nicht fest. „Das hängt sehr vom konkreten Ort und von der Windrichtung ab“, sagte Meeresbiologin Jamileh Javid vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. „Quallen können nicht gegen den Strom schwimmen.“

Nach dem milden Winter und relativ hohen Temperaturen hätte man in diesem Sommer mehr Quallen in Nord- und Ostsee erwarten können, sagte Javid. Die Population eines Jahres hänge aber vom Bestand der letzten Jahre ab. Seit 2010 sei dieser nicht so groß gewesen. Derzeit sei allerdings zu beobachten, dass Quallen etwa zwei Wochen früher als sonst auftreten und dass sie schneller gewachsen sind.

Ohrenquallen sind harmlos

Badende seien momentan eher selten gefährdet, weil ganz überwiegend harmlose Ohrenquallen angespült würden und Feuerquallen noch nicht so verbreitet seien, sagte Javid. „Die Feuerquallen kommen in der Regel in größerem Umfang Ende August, Anfang September.“

Tendenziell nehmen Quallen in Nord- und Ostsee laut Javid offenkundig eher zu. Belastbare Zahlen im Zehnjahresvergleich lägen zur Ostsee erst 2015 vor.

Kontakt mit Quallen - was tun?

Quallen - nach Kontakt mit einer Nesselqualle die brennenden Hautstellen nur mit Essig oder Meerwasser übergießen! Bei Kontakt mit Würfelquallen nur Essig verwenden. Hautstellen auf keinen Fall mit den Händen abreiben oder mit Süßwasser abspülen. Denn meist befinden sich noch ungeplatzte Nesselkapseln auf der Haut, die durch das Reiben aufgehen können. Der Juckreiz durch eine Feuerqualle hört erfahrungsgemäß nach etwa 30 Minuten wieder auf.

Übelkeit oder Sonnenbrand im Urlaub? Die besten Gesundheitstipps finden Sie hier.

dpa/ml

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