Wie bitte?

Skandal: Frau muss Sitzplatz in Flugzeug für Politikerin räumen

Eine Frau wollte voller Vorfreude über die Weihnachtsfeiertage mit United Airlines zu ihrer Familie fliegen. Doch am Flughafen kam dann die böse Überraschung.

Jean-Marie Simon hatte zwei Wochen in Texas verbracht und wollte nun über die Weihnachtsfeiertage zu ihrer Familie nach Washington fliegen. Sie hatte bereits viele Meilen gesammelt, um sich zu Weihnachten ausnahmsweise einen First-Class-Flug der Fluggesellschaft United Airlines zu gönnen. Doch dann kam alles anders.

Reservierung aus System gelöscht

"Jetzt habe ich meine eigene Geschichte über die United Airlines", schreibt die Frau empört auf Facebook. Und schildert dann in einem sehr ausführlichen Post, was ihr während ihres Fluges passierte. Oder besser gesagt: was ihr vor ihrem Flug passierte.

Denn als Jean-Marie Simon am 18. Dezember 2017 vom Bush International Airport in Houston zum Reagan National Airport in Washington DC fliegen wollte, wird ihr am Flughafen in Houston, Texas mitgeteilt, sie habe keine Reservierung mehr für ihr Ticket.

Politikerin bekommt Sitzplatz

Doch der Reihe nach: Am Gate sah Simon, wie eine Kongressabgeordnete namens Sheila Jackson Lee früher als alle anderen Passagiere von einer Mitarbeiterin der United Airlines zum Flugzeug gebracht wurde. Simon nahm dies zu diesem Zeitpunkt lediglich zur Kenntnis.

Als dann die Passagiere der ersten Klasse aufgerufen wurden - zu denen Simon gehörte - der Schock: "Als sie mein Ticket gescannt haben, waren mein Platz und meine Reservierung aus dem System entfernt worden", schreibt die Frau auf Facebook. "Sie konnten nicht einmal mein Ticket oder meinen Namen finden. Sie versuchten einige Minuten lang, meine Reservierung zu ermitteln, aber ich war aus dem System gelöscht worden."

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Jean-Marie Simon wurde von einem Mitarbeiter der United Airlines gesagt, sie müsse sich einen neuen Flug buchen, denn mit diesem könne sie nicht fliegen: "Er sagte, ich könnte 'hier stehen und streiten' und den Flug verpassen oder einen weiteren Flug buchen, mit einer anderen Fluggesellschaft. Was bedeutet hätte, dass ich mein Ticket für die erste Klasse verloren und für ein zweites bezahlen hätte müssen."

Simon wollte das nicht auf sich beruhen lassen und diskutierte weiter: "Ich sagte, ich will meinen Sitzplatz 1A, den ich Anfang Dezember bezahlt und ausgewählt hatte [...]. Er bot mir einen Gutschein über 300 Dollar an. Ich sagte, ich wollte 500 Dollar und ein kostenloses Essen", so Simon. Daraufhin soll der United-Mitarbeiter gesagt haben: "Und ich möchte einen Mercedes Benz, aber das wird nicht passieren."

"Es ist beschämend"

Nach langem Diskutieren und mit einem viel geringeren Gutschein-Ausgleich durfte Jean-Marie dann noch in der Business-Class Platz nehmen. Neben ihr saß zufällig ein weiterer Kongress-Abgeordneter - er war zuvor mit Sheila Jackson Lee unterwegs gewesen.

Dann kam alles heraus: Frustriert über die Situation zeigte Simon dem Abgeordneten ihr Ticket - mit der Sitzplatznummer 1A. Der Abgeordnete daraufhin soll zu Simon gesagt haben: "Sie wissen, was passiert ist, oder? Wissen Sie, wer auf Ihrem Platz sitzt?

Es sei Jackson Lee, erklärte er Simon weiter. Die US-Kongressabgeordnete mache das regelmäßig: Sich durch ihren Prioritätsstatus Plätze im Flugzeug zu sichern, die sie nicht reserviert hätte. "Jackson Lee verleiht uns allen einen schlechten Ruf. Es ist beschämend."

Jackson Lee hat sich mittlerweile bei Jean-Marie Simon entschuldigt - und der Vorfall hat in den USA weite Kreise gezogen. Jackson gab via Twitter ein ausführliches Statement zu dem Vorfall ab:

Das gesamte Statement finden Sie auf Twitter. Die United Airlines hat sich dagegen bisher nicht entgegenkommend gezeigt.

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sca/Video: Glomex

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